[Hinweis in
Wedekinds Tagebuch vom 29.7.1904 in München:]
SchiedsrichteramtWedekind war danach angefragt worden [vgl. Kolosseum an Wedekind, 27.7.1904], wie er am 28.7.1904 notierte: „Ich werde aufgefordert bei den Ringkämpfen als Schiedsrichter zu figurieren.“ [Tb] Die Presse meldete für die Ringkämpfe im Kolosseum, einem Münchner Vergnügungsetablissement: „Als Schiedsrichter fungieren Schriftsteller Frank Wedekind, Kunstmaler Parin und Dr. Wolf“ [Ringkämpfe im Kolosseum. In: Münchner Neueste Nachrichten, Jg. 57, Nr. 366, 7.8.1904, S. 3]; die beiden anderen Schiedsrichter waren der Maler Gino F. Parin (Friedrich Pollack) und der Arzt Dr. med. Paul Wolf. Wedekind notierte am 1.8.1904: „Abends Preisrichter im Colosseum.“ [Tb] Eduard von Keyserling schrieb am 23.8.1904 an Max Halbe: „Wedekind sehe ich nicht, er soll Preisrichter bei den Ringern sein.“ [Gräbner/Lauinger 2021, S. 327] Und am 24.8.1904 über sein Treffen mit Franz Blei, der Wedekind gesehen hat: „Gestern war ich mit Blei zusammen [...]. Er erzählte, Wedekind sage, in der Gesellschaft könne er nicht verkehren, er werde gerauft und er sei seines Lebens nicht sicher. Also!“ [Gräbner/Lauinger 2021, S. 328] angenommen [...]