Briefwechsel

Mischeck, Georg und Wedekind, Frank

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München, 14. Februar 1902 (Freitag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Mischeck vom 15.2.1902 aus München:]


Des weiteren schreiben Sie [...] Sie geben dann weiter in Ihrem Schreiben vor […] Ihre Anfrage [...] Aus diesem Grunde nehme ich davon Abstand, mich durch die in Ihrem Briefe enthaltenen Ausdrücke beleidigt zu fühlen.

Einzelstellenkommentare

München, 15. Februar 1902 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Mischeck, Georg

[Zitat in Galerie Gerda Bassenge: Katalog 46 (1985), Nr. 2068:]


Ich weise diesen Vorwurf hiermit als eine von Ihnen begangene freche Unverschämtheit zurück. Des weiteren schreiben SieHinweis auf ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Georg Mischeck und Albert Langen Verlag an Wedekind, 14.2.1902.: Sie hätten am allerwenigsten Veranlassung, sich über den Verlag Langen zu beklagen, warum werden Sie am besten wissen. – Dieser frechen Äußerung gegenüber theile ich Ihnen mit, daß meiner Überzeugung nach der Verlag Albert Langen mir vollkommen ebensoviel zu danken hat wie ich dem Verlage. ... Sie geben dann weiter in Ihrem Schreiben vor, daß Sie seit bald einem Jahre nicht wissen, wie man mit dem Verein der Verein der Elf ScharfrichterDas Kabarett Die Elf Scharfrichter war am 12.4.1901 in München eröffnet worden. Wedekind war Gründungsmitglied und gehörte dem Ensemble mit Unterbrechungen bis 1903 an. Am 12.3.1902 fand die Uraufführung seiner Tanzpantomime „Die Kaiserin von Neufundland“ durch das Ensemble statt. In der Korrespondenz mit Georg Mischeck, Mitarbeiter des August Langen Verlags, dürfte es um die Rechte hieran gegangen sein. [...] in Verkehr tritt. Jedes Kind würde Ihnen darauf entgegnen: Schreiben Sie einen Brief! – Ihre Anfrage ... die politischen GedichteZwischen April 1896 und März 1902 hatte die im Albert Langen Verlag erscheinende Satirezeitschrift „Simplicissimus“ insgesamt 54 Gedichte Wedekinds publiziert, davon 25 unter seinem Namen und 29 unter verschiedenen Pseudonymen. Diese sollten 1902 in überarbeiteter Form als Sammelband unter dem Titel „Jobsiaden“ erscheinen, was jedoch nicht realisiert wurde [vgl. KSA 1/II, S. 2234, 2240]. Am 21.2.1902 hatte Korfiz Holm an Albert Langen geschrieben, er würde Wedekinds Forderung „lieber nicht nachgeben, nachdem man ihm die gegenteilige Bedingung gestellt hat“ [Abret/Keel 1989, S. 287]. betreffend, habe ich dem Verlag Albert Langen schon zweimal dahin beantwortetHinweis auf mindestens ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Albert Langen Verlag, 24.1.1901. Ob Wedekind seine Forderung in den folgenden Wochen in einem weiteren nicht überlieferten Korrespondenzstück oder mündlich bei einem seiner Besuche im Büro des Verlags wiederholt hat, ist ungewiss., daß ich gegen eine Herausgabe der politischen Gedichte nichts einzuwenden habe, wenn Herr Langen vorher mein Buch ‚Frühlings ErwachenDer Albert Langen Verlag brachte 1903 die dritte Auflage von „Frühlings Erwachen“ heraus [vgl. KSA 2, S. 771f.]. Die ersten beiden Auflagen waren 1891 bei Jean Groß und 1894 bei Caesar Schmidt, beide in Zürich, erschienen. herausgiebt. ... Ich bin glücklicherweise gesellschaftlich nicht auf Sie angewiesen und kann mir vorderhand auch gar nicht vorstellen, wie Sie und ich einander in meiner Gesellschaft begegnen sollten. Aus diesem Grunde nehme ich davon Abstand, mich durch die in Ihrem Briefe enthaltenen Ausdrücke beleidigt zu fühlen.

Einzelstellenkommentare

München, 30. April 1903 (Donnerstag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Mischeck und Albert Langen Verlag vom 1.5.1903 aus München:]


Empfangen Sie meinen besten Dank für Übersendung der 12 Exemplare „ErdgeistIm März 1903 war die zweite Auflage von „Erdgeist“, ausgewiesen als erster Teil der dramatischen Dichtung „Lulu“, bei Langen erschienen [vgl. KSA 3/II, S. 861]..

Einzelstellenkommentare

München, 1. Mai 1903 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Mischeck, Georg, Albert Langen Verlag, (Verlag)

Lieber Herr Mischek!

Empfangen Sie meinen besten Dank für ÜbersendungHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur Sendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Georg Mischeck, Albert Langen Verlag an Wedekind, 30.4.1903. Wedekind erhielt Exemplare der Ausgabe „Lulu. Dramatische Dichtung in zwei Teilen. Erster Teil: Erdgeist. Tragödie in vier Aufzügen. zweite Auflage. [...] Albert Langen. Verlag für Litteratur und Kunst. München 1903.“ [KSA 3/II, S. 861] der 12 Exemplare „Erdgeist“. Ich hoffe ebenfalls, daß sich unsere beiderseitigen Bemühungen immer mehr auch zu beiderseitigem Nutzen gestalten. Vielleicht interessiert es Sie | zu hören, daß ich Aussicht habe Ihnen auch den BühnenvertriebDie Rechte für den Bühnenvertrieb der beiden Stücke lagen bei der Berliner Theateragentur Felix Bloch Erben. Die Buchfassungen waren 1901 („Marquis von Keith“) und 1902 („So ist das Leben“) im Albert Langen Verlag erschienen. von „Marquis v. Keith“ und „So ist das Leben“ überlassen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr
Wedekind.


1. Mai 1903.

Einzelstellenkommentare

München, 28. Juli 1903 (Dienstag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Mischeck vom 4.8.1903 aus Lenzburg:]


Um zuerst Ihr Geehrtes vom 28 Juli zu beantworten [...]

Einzelstellenkommentare

München, 3. August 1903 (Montag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Mischeck vom 4.8.1903 aus Lenzburg:]


[...] meinen besten Dank für Übersendung der drei Bücher.

Einzelstellenkommentare

Lenzburg, 4. August 1903 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Mischeck, Georg

Lieber Herr Mischek,

meinen besten Dank für ÜbersendungHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zu der Sendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Georg Mischeck und Albert Langen Verlag an Wedekind, 3.8.1903. der drei Büchernicht ermittelt.. Um zuerst Ihr Geehrtes vom 28 Julinicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Georg Mischeck und Albert Langen Verlag an Wedekind, 28.7.1903. zu beantworten, so habe ich letzten Winter in Berlin allerdings einem ungarischen LiteratenHier dürfte es sich um Bánóczi László handeln, der zu dieser Zeit in Berlin studierte. Er übertrug das Stück „Der Kammersänger“ [A hőstenor. Három jelenet. Budapest 1910]. Weitere Übersetzer von Wedekinds Werken ins Ungarische waren zu seinen Lebzeiten: Szini Gyula und Pajzs Elemér (beide „Frühlings Erwachen“), Benedek Marcell („Erdgeist“) sowie Karinthy Frigyes („Totentanz“ und ein Band mit Erzählungen). AutorisationsErlaubnis, Vollmachten (französische Pluralbildung). zur Übersetzung meiner Bücher gegeben, wobei zugleich Bestimmungen getroffen wurden über eventuelle Theateraufführungen. Seinen Namen | zu eruirenherauszufinden, zu ermitteln. ist mir augenblicklich nicht möglich. Die Ansprüche dieses Herrn würde es natürlich verletzen, wennSchreibversehen, statt: wenn ich. nun noch jeman+/d/ anders autorisieren wollte, da aber doch keine Mittel besteht, sich gegen eine unberechtigte Ungarische Übersetzung zu wehren, so halte ich es für wichtig, den Herrn Hajnoczi nicht ermittelt. Eine Übersetzung ins Ungarische unter diesem Namen ist nicht überliefert., der Ihnen schreibt, von seinem Vorhaben nicht durch schriftliche Verweigerung abzuhalten, sondern seine Anfrage mit Still|schweigen zu übergehen.

Was den Hänseken betrifft, so ist es mir darum zu thun, einige ExemplareOffenbar kam Georg Mischeck dieser Bitte nach; kurz darauf sandte Wedekind ein Exemplar des „Hänseken“ seinem Sohn Friedrich Strindberg als Geschenk zum 6. Geburtstag [vgl. Wedekind an Marie Uhl, 16.8.1903]. zu erhalten. Wollen Sie also die Güte haben, mir solche zu besorgen oder mir die Adresse des Großantiquarsnicht ermittelt., an den die Exemplare abgegeben wurden mitzutheilen.

Soeben fragt ein Leipziger VerlagMöglicherweise wollte der Insel-Verlag, der „Die Büchse der Pandora“ ein Jahr zuvor in seiner Zeitschrift „Die Insel“ [Jg. 3, Nr. 10, Juli 1902, S. 19-105] veröffentlicht hatte, eine Buchausgabe herausgeben. Am 13.10.1903 übergab Wedekind die Rechte schließlich dem Verlag Bruno Cassirer in Berlin [vgl. KSA 3/II, S. 842, 860-862]. bei mir an, ob er die „Büchse der Pandora“ als Buch herausgeben könne. Es wäre mir daher lieb, Herrn Langens | Entscheidung in diesem Punkt, um die ich schon in meinem letzten Brief an Herrn Holmnicht überliefert, erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Korfiz Holm und Albert Langen Verlag, 20.7.1903. bat, bald erhalten zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr
Frank Wedekind.


Lenzburg Ct. ArgauSchreibverstehen, statt: Aargau. Schweiz
4. August. 1903.

Einzelstellenkommentare

München, 24. September 1903 (Donnerstag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Albert Langen vom 25.9.1903 aus München:]


Da Sie mich durch Herrn Mischek noch einmal auffordern lassen, zu einer Besprechung auf Ihre Redaction zu kommen [...]. Aus den Abrechnungen, die Sie mir schicken […]

Einzelstellenkommentare

München, 3. März 1904 (Donnerstag)
von Albert Langen Verlag, (Verlag), Mischeck, Georg, Langen, Albert und Holm, Korfiz
an Wedekind, Frank

ALBERT LANGEN
VERLAG FÜR LITTERATUR UND KUNST
SIMPLICISSIMUS
MÜNCHEN


TELEGRAMME: SIMPLICISSIMUS-MÜNCHEN
TELEPHON: 1655
KAULBACH-STRASSE, 91
MÜNCHEN


den 3. März 1904


Herrn
Frank Wedekind,
Hier.


Sehr geehrter Herr,

auf Ihren Brief von gesternnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Albert Langen Verlag, 2.3.1904. erwidere ich Ihnen, dass ich keine Veranlassung sehe, Ihnen gegenüber von den Bedingungen unseres Kontraktes abzugehen und nicht beabsichtige, Ihnen einen Vorschuss auf Ihre in der ersten Hälfte des April fälligen TantiemenAm 15.4.1904 notierte Wedekind: „v. Langen Tantiemen M. 241.35.“ [Tb] zu geben.

Hochachtungsvoll

Albert LangenDie Unterschrift ist nicht von Albert Langens, sondern von Korfiz Holms Hand.
ppper procura (lat.) in Vollmacht. Korfiz Holm Georg Mischeck

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