[Hinweis in Tilly Wedekinds
Brief an Frank Wedekind vom 3.3.1917 aus München:]
Anbei ein Brief von Unico HenselDer Hofmusikalienhändler Unico Hensel betrieb in München die 1892 von ihm übernommene Musikalienhandlung Alfred Schmid Nachfolger (Unico Hensel), die ihren Sitz seit 1913 in der Residenzstraße 7 hatte [vgl. M.H.: Unico Hensel 60 Jahre. In: Zeitschrift für Instrumentenbau, Jg. 49, Nr. 6, 15.12.1928, S. 258f.]. Das war die Geschäftsadresse der königlich-bayrischen Hofmusikalienhandlung für Musikalien und deren Verlag [vgl. Adreßbuch für München 1917, Teil III, S. 111]; privat wohnte Unico Hensel Schellingstraße 85 (1. Stock) [vgl. Adreßbuch für München 1917, Teil II, S. 579].. Ich öffnete ihn weil ich
dachte es seien vielleicht Karten drinDas von Unico Hensel betriebene Geschäft (Musikhaus und Verlag) war zugleich eine Konzertagentur [vgl. Adreßbuch für München 1917, Teil I, S. 629], die seit 25 Jahren bestand [vgl. Jubiläen Münchner Konzertbureaus. In: Allgemeine Zeitung, Jg. 120, Nr. 45, 4.11.1917, 3. Blatt, S. (433)]. Sie war eine bekannte Adresse für den Kartenverkauf für musikalische Veranstaltungen, so z.B. ein Kammermusikabend am 4.4.1917 [vgl. Münchner Neueste Nachrichten, Jg. 70, Nr. 139, 18.3.1917, S. 6]. [...]