Briefwechsel

Bruno Cassirer Verlag [(Verlag)] und Wedekind, Frank

7 Dokumente

Berlin, 13. August 1903 (Donnerstag)
von Bruno Cassirer Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Donald Wedekinds Brief an Frank Wedekind vom 15.8.1903 aus Friedenau:]


[…] resumire ich dir, was mir gegenüber Herr Cassirer gestern geäußert hat und was, wie er mir sagte, dir schon schriftlich mitgeteilt wurde.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 13. Oktober 1903 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Bruno Cassirer Verlag, (Verlag)

BRUNO CASSIRER, VERLAG

BERLIN W. 35 DERFFLINGER STR. 16


Vertrag


zwischen Herrn Frank Wedekind und
Herrn Bruno Cassirer, Verlag, Berlin.


§ 1. Herr Frank Wedekind übergiebt dem Verlag Bruno Cassirer seine Tragödie „Die Büchse der Pandora“. Der Verlag Bruno Cassirer stattet das BuchDer Bruno Cassirer Verlag hat die Buchausgabe von Wedekinds Tragödie „Die Büchse der Pandora“ (1903) für „Anfang November“ [Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 70, Nr. 249, 26.10.1903, S. 8522] angekündigt, sie lag aber wohl erst kurz „vor Jahresende 1903“ [KSA 3/II, S. 862] vor und wurde im neuen Jahr als erschienen gemeldet [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 71, Nr. 19, 25.1.1904, S. 797], vom Verlag als „Epilog zum ‚Erdgeist‘“ [Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 71, Nr. 18, 23.1.1904, S. 776] beworben. würdig aus und sorgt für einen intensiven Vertrieb.

§ 2. Der Verlag Bruno Cassirer zahlt an Herrn Frank Wedekind 20% des auf etwa M 1,50 pro Exemplar festgesetzten Ladenpreises als Honorar. Das hiernach zu berechnende Honorar für die erste Auflage (1000 Exemplare) ist bei der Ausgabe des Buches pränumerando(lat.) im Voraus zu zahlen. Wedekind quittierte dem Verleger am 19.1.1904 eine Anzahlung von 300 Mark [vgl. Wedekind an Bruno Cassirer, 19.1.1904] auf das Honorar der ersten Auflage der Buchausgabe „Die Büchse der Pandora“ (siehe oben). zahlbar.

§ 3. Die Firma Bruno Cassirer ist berechtigt, über die Auflage von 1000 Exemplaren hinaus 100 Exemplare als Freiexemplare zu Recensionszwecken etc. mitdrucken zu lassen. Diese bleiben honorarfrei.

BerlinWedekind könnte der Vertragsunterzeichnung wegen eigens von München nach Berlin gefahren sein (siehe die Hinweise zur Datierung)., den 13. Oktober. 1903. Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 6. Juni 1905 (Dienstag)
von Cassirer, Bruno und Bruno Cassirer Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 7.6.1905 in München:]


Von Cassierer erhalten für zweite AuflageWedekind hatte den Verleger „um Zusendung des Honorars für die zweite Auflage der Büchse der Pandora“ [Wedekind an Bruno Cassirer, 31.5.1905] gebeten. der Büchse der Pandora M. 500.

Einzelstellenkommentare

München, 15. September 1907 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Bruno Cassirer Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Brief an Leopold Jessner vom 15.9.1907 aus München:]


Albert Langen schickt mir eben Ihren Brief, den ich an Bruno Cassirer, Berlin W Derfflingerstraße 17, der den Bühnenvertrieb der B.d.P. hat weiterschicken werde.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 20. Juni 1908 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Bruno Cassirer Verlag, (Verlag)

BRUNO CASSIRER, BUCHVERLAG

VERTRIEB DRAMATISCHER WERKE

BERLIN W., DERFFLINGER STRASSE 16


Vertrag.


Zwischen Herrn Frank Wedekind in Berlin und dem Verlage von Bruno Cassirer in Berlin wird heute folgender Vertrag geschlossen:

§ 1.

Herr Frank Wedekind übergibt dem Verlage Bruno Cassirer sein Drama
Oaha
zur Veröffentlichung in BuchformDie erste Buchausgabe von „Oaha. Schauspiel in fünf Aufzügen“ (1908) im Bruno Cassirer Verlag in Berlin [vgl. KSA 8, S. 419] lag am 17.9.1908 gedruckt vor – „Cassirer bringt mir das erste fertige Buch OAHA“ [Tb] – und war wenig später als erschienen gemeldet [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 75, Nr. 230, 2.10.1908, S. 10646]. mit allen sich daraus ergebenden Rechten.

§ 2.

Als Honorar erhält Herr Wedekind 25 % von jedem verkauften broschierten Exemplar. Jede Auflage von 1000 Exemplaren ist bei Ausgabe zu honorieren..

§ 3.

Sollte eine Gesamtausgabe der Werke Frank Wedekinds in späterer Zeit zustande kommen, so ist der Verlag Bruno Cassirer verpflichtet, das Drama „Oaha“ für die Gesamtausgabe herzugeben.

§ 4.

Herr Frank Wedekind erhält zehn Freiexemplare.


Berlin, den 20 Juni 1908Wedekind notierte am 20.6.1908 in Berlin: „Vertragsabschluß mit Cassierer über Oaha.“ [Tb]. Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 14. Juli 1908 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Bruno Cassirer Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 14.7.1908 in Berlin:]


CorrekturWedekind, der am 26.6.1908 seinen „Vertragsabschluß“ mit Bruno Cassirer „über Oaha“ [Tb] notiert hatte, in dessen Verlag „Oaha. Schauspiel in fünf Aufzügen“ (1908) dann erschien [vgl. KSA 8, S. 419], schickte dem Bruno Cassirer Verlag in Berlin mit einem hier erschlossenen Begleitschreiben wohl durchgesehene Korrekturbögen zu seinem neuen Stück [vgl. KSA 8, S. 404]. Oaha Bogen 7.8.9. abgeschickt.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 15. Juli 1908 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Bruno Cassirer Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 15.7.1908 in Berlin:]


Oaha B. 4.5.6. RevisionWedekind schickte dem Bruno Cassirer Verlag in Berlin, in dem „Oaha. Schauspiel in fünf Aufzügen“ (1908) dann erschien [vgl. KSA 8, S. 419], mit einem hier erschlossenen Begleitschreiben durchgesehene (‚revidierte‘) Korrekturbögen zu seinem neuen Stück [vgl. KSA 8, S. 404]. abgeschickt [...]

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