München 6.10.16. Sehr geehrter Herr
Schidrowitz!
Dem Titel „Überfürchtenichts“ ist die Fußnote beigefügt:
„Das Werk erscheint Weihnachten 1916 im Verlag G. Müller München.“ Darf ich Sie
bitten, diese Fußnote aus dem ManuskriptDie „vermutlich als Typoskript angelegte Fassung“ [KSA 8, S. 934] des „Überfürchtenichts“ (1917), die Wedekind für eine Veröffentlichung in der Monatsschrift „Die Ernte“ (Wien) an Leo Schidrowitz geschickt hatte [vgl. Wedekind an Leo Schidrowitz, 7.8.1916], ist nicht überliefert. Der Zeitschriftendruck kam nicht zustande [vgl. KSA 8, S. 934], „die Zensur verbot den Druck.“ [Kutscher 3, S. 170] zu streichen und mir die Streichung
zu bestätigen, da das Erscheinen dieser LuxusausgabeDie Buchausgabe des „Überfürchtenichts“ kam erst im Dezember 1917 heraus; sie enthält den Hinweis: „Dieses Werk wurde im Auftrag von Georg Müller in München in der Druckerei von Mänicke und Jahn in Rudolstadt in einer einmaligen Auflage von 500 Exemplaren hergestellt. Außerdem wurden 50 Exemplare auf Van Gelder Bütten abgezogen und in der Presse numeriert.“ [KSA 8, S. 943] einstweilen noch nicht
in meiner Absicht liegt.
Mit besten Grüßen
Ihr ergebener
Frank Wedekind.
[Hinweis in Axel Schmolt Autographen-Auktionen: Katalog
10 (2003), Nr. 596:]
WEDEKIND, Frank […] Postkarte […] an die Redaktion „Die
Ernte“ in Wien […]