Briefwechsel

Amtsgericht Berlin-Mitte [(Behörde)] und Wedekind, Frank

1 Korrespondenzstück

Berlin, 10. März 1910 (Donnerstag)
von Amtsgericht Berlin-Mitte, (Behörde)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 24.3.1910 in München:]


Erhalte KlageBruno Cassirer hatte Wedekind „wegen Beleidigung verklagt“ [Wedekind an Verlagsbuchhändler, 26.3.1910], eine Zuspitzung im Streit des Autors mit seinem Verleger, mit dem sich Wedekind unter dem Stichwort „Contra Cassirer“ [vgl. KSA 5/III, S. 126-141] auseinandersetzte. Der Bruno Cassirer Verlag hatte seinen Sitz in Berlin (Derfflingerstraße 16) [vgl. Berliner Adreßbuch 1910, Teil I, S. 376]; zuständig war insofern das Amtsgericht Berlin-Mitte (Neue Friedrichstraße 12-17) [vgl. Berliner Adreßbuch 1910, Teil II, S. 60], das Wedekind geschrieben haben dürfte (das hier erschlossene Korrespondenzstück). Wedekind reiste infolge der Beleidigungsklage am 30.3.1910 „nach Berlin“ [Tb] und „nimmt sich einen Rechtsbeistand, [...] Paul Jonas“ [Vinçon 2014, S. 229], den er am 31.3.1910 aufsuchte: „Unterredung mit Justizrat Jonas. Er übernimmt meinen Prozes“ [Tb]; der Konflikt wurde außergerichtlich beigelegt, es kam zu keinem Prozess. von B. Cassirer vom 10 III.

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