Briefwechsel

Strindberg, Kerstin und Wedekind, Frank

1 Korrespondenzstück

München, 24. November 1913 (Montag)
von Strindberg, Kerstin
an Wedekind, Frank

Sehr geehrter Herr Wedekind,

Sie werden entschuldigen, wenn ich Sie nach dem heutigen Thelephongespräch noch weiter für einige Augenblicke ersuche mich anzuhören.

Sie müssen vor allem wissen: Meine Grossmama selbst schrieb mirDer Brief Marie Uhls an ihre Enkelin Kerstin Strindberg ist nicht überliefert. im Herbst noch, sie habe gar nichts dagegen wenn ich Sie kennen lernte. | Dass ich mich selbstverständlich immer gefreut bis der Augenblick dazu komme, werden Sie glauben? Heute also ermutigte ich mich. mich Und das also ist das Resultat?

Ich habe eben – also umgehend an Grossmama geschrieben und um Aufklärung gebetenMarie Uhl hatte Wedekind von einem Treffen mit Kerstin Strindberg dringend abgeraten [vgl. Marie Uhl an Wedekind, 10.11.1913], was Wedekind Kerstin Strindberg in dem Telefonat offenbar mitgeteilt hatte. – |

Nochmals entschuldigen Sie, es war Ihnen allem Anschein nach höchst unangenehm zu hören, dass ich am Thelephon sei – . Doch ich bin, was auch vorgefallen sei – gänzlich unwissend: –

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Meine Adresse f. ev. Antwort:

HarlachingLindenstrasse 19.
Kerstin Strindberg. –

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