Briefwechsel

Weber, Hans von und Wedekind, Frank

6 Dokumente

München, 30. November 1898 (Mittwoch)
von Halbe, Max, Weber, Hans von, Martens, Kurt und Steiger, Edgar
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Max Halbe vom 1.12.1898 aus Zürich:]


[...] als dem Würdigsten der Tafelrunde, die mich mit ihren Grüßen beschenkt [...], bitte ich dich den Übrigen meinen Dank zu sagen. [...] Was gäbe ich darum an jenem Abend unter Euch gewesen zu sein. Herzliche Grüße an Weber, Martens und Steiger; auch an die anderen Herren die ich persönlich zu kennen nicht das Vergnügen habe.


Einzelstellenkommentare

München, 22. Dezember 1899 (Freitag)
von Weber, Hans von
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Kurt Martens vom 26.12.1899 von der Festung Königstein:]


Grüßen Sie bitte Weber aufs herzlichste. Ich erhielt einige Zeilen von ihm die ich nächstdem beantworten werde.

Einzelstellenkommentare

München, 17. Juli 1906 (Dienstag)
von Weber, Hans von
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Hans von Weber vom 18.7.1906 aus München:]


[...] ich danke Dir bestens für Deine liebenswürdigen Zeilen.

Einzelstellenkommentare

München, 18. Juli 1906 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Weber, Hans von

Mein lieber WeberHans von Weber, mit Wedekind seit Jahren befreundeter Schriftsteller und Verleger in München (Hans von Weber Verlag für Kunst und Literatur: Schellingstraße 37, Privatwohnung: Düllstraße 10) [vgl. Adreßbuch für München 1907, Teil I, S. 601].!

ich danke Dir bestens für Deine liebenswürdigen Zeilennicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Hans von Weber an Wedekind, 17.7.1906. Es ging offenbar um einen möglichen Verlagswechsel Wedekinds vom Albert Langen Verlag zum Hans von Weber Verlag für Kunst und Literatur in München (siehe unten).. Leider bin ich gerade in diesem Augenblick durch Proben und Spieldurch Proben und Auftritte Wedekinds im Rahmen des Wedekind-Zyklus am Münchner Schauspielhaus vom 2. bis 28.7.1906; am 18.7.1906 (Mittwoch) stand Wedekind abends in einer „Erdgeist“-Vorstellung auf der Bühne [vgl. Tb]; die nächsten Vorstellungen folgten am Wochenende – am 20.7.1906 (Freitag) „Hidalla“, am 21.7.1906 (Samstag) wieder „Erdgeist“ [vgl. Tb]. sehr in Anspruch genommen. Sobald ich einen Moment frei habe, und das wird Ende dieser WocheWedekind notierte erst am 25.7.1906 (Mittwoch): „Unterredung mit Korfiz Holm und Hans von Weber.“ [Tb] Korfiz Holm war ein Mitarbeiter des Albert Langen Verlags. Hans von Webers Notiz auf dem Brief zufolge (siehe zur Materialität) wurde die Unterredung über einen möglichen Verlagswechsel am 23.7.1906 (Montag) verabredet und fand am 25.7.1906 um 17 Uhr im Büro des Hans von Weber Verlags für Kunst und Literatur statt (Wedekind war noch für zwei Jahre an den Albert Langen Verlag gebunden, von dem er sich aber lösen wollte): „Die Unterredung fand auf Verabredung vom 23.7.06 am 25.07.06, ab 17h i/Bur. statt. Wedek ist noch auf 2 J. fest bei Langen, will sich aber grade losmachen. Bleibt noch bis Mitte nächster Woche, dann 14 Tage Schweiz, dann Berlin. Arbeitet an 2 Sachen, hätte auch Novellen u. Gedichte (neue!).“ Der Wechsel vom Albert Langen Verlag zum Hans von Weber Verlag für Kunst und Literatur kam nicht zustande. sein, komme ich zu Dir.

Mit besten Grüßen
Dein
Frank Wedekind


Hochbrückenstraße 18Wedekind, der sich vom 26.6.1906 bis 30.7.1907 zu einem Gastspiel in München aufhielt (Wedekind-Zyklus vom 2. bis 28.7.1906 am Münchner Schauspielhaus), wohnte in der Hochbrückenstraße 18 (1. Stock) [vgl. Friedrich Rosenthal an Wedekind, 8.7.1906], ist angesichts des kurzen Zeitraums unter dieser Adresse allerdings nicht verzeichnet [vgl. Adreßbuch für München 1907, Teil II, S. 206]..

18.VII 6.

Einzelstellenkommentare

Rottach am Tegernsee, 9. Januar 1911 (Montag)
von Weber, Hans von
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Hans von Weber vom 10.1.1911 aus München:]


[...] besten Dank für Deine liebenswürdigen Zeilen.

Einzelstellenkommentare

München, 10. Januar 1911 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Weber, Hans von

München 10. Januar 1911.


Lieber Weber!

Empfange meinen besten Dank für Deine liebenswürdigen Zeilennicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Hans von Weber an Wedekind, 9.1.1911.. Mit dem vorgeschlagenen Vergleichzur Abwendung einer Beleidigungsklage, die Ernst Rowohlt gegen Wedekind angestrengt hatte [vgl. Leon Kallir an Wedekind, 16.12.1910; Leipziger Amtsgericht an Wedekind, 24.12.1910]. bin ich einverstanden, wenn statt der/s/ ersten § 3 der Ersatzparagrah/p/h 3 aufgenommen wird. Ich würde also vorschlagen, daß Herr Rowohlt den Vergleichsvertrag in dieser FormWohl mit der gewünschten Korrektur unterzeichneten beide Parteien den Vergleichsvertrag: „Leipzig, den 9.2.1911: Wedekind widerruft seine beleidigenden Äußerungen. Rowohlt gibt Wedekinds Manuskripte zurück und überträgt alle Eigentums- und sonstigen Rechte, welche er durch den Kaufvertrag mit dem Antiquar Hirsch erlangt hatte, an den Autor zurück. Frank Wedekind gibt Rowohlt eine Autobiographie von mindestens 10 Druckbogen Text für alle Auflagen in Verlag und verpflichtet sich, das druckreife Manuskript spätestens bis zum 1. Januar 1912 abzuliefern. Im Fall einer Gesamtausgabe soll die Biographie jedoch kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Rowohlt zieht die Beleidigungsklage zurück, übernimmt die durch die Klage entstandenen Gerichtskosten und verzichtet auf die Erstattung der ihm durch die Differenzen mit Wedekind entstandenen Kosten, inklusive des Kaufpreises für die einst erworbenen Manuskripte.“ [Vinçon 1989, S. 447] | durch seinen AnnwaltSchreibversehen, statt: Anwalt. – Ernst Rowohlt wurde in der Angelegenheit von dem Leipziger Rechtsanwalt Leon Kallir vertreten [vgl. Leon Kallir an Wedekind, 16.12.1910]. an meinen AnwaltLudwig Strauß, Wedekinds Münchner Anwalt, mit dem er sich noch am Vortag in der Streitsache besprochen hatte: „Besuch bei Strauß wegen Rowohlt.“ [Tb, 9.1.1911] Thema dürfte der vorgeschlagene Vergleich gewesen sein (siehe oben). in München gelangen läßt.

Indem ich Dir für Deine freundliche Vermittlung meinen aufrichtigen Dank ausspreche
mit herzlichen Grüßen
Dein
FrankWedekind. |


[Kuvert:]


Herrn Hans von Weber
Verlagsbuchhändler
Rottach am Tegernsee
Gasthaus Zur Überfahrt |


Absender Wedekind München
Prinzregentenstraße.

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