Briefwechsel

Wedekind, Frank und Edmund, Hans

5 Dokumente

Basel, 2. Januar 1909 (Samstag)
von Edmund, Hans
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Hans Edmund vom 15.1.1909 aus München:]


[...] in Erwiderung Ihres Geehrten vom [...] 2. ds [...]

Einzelstellenkommentare

München, 3. Januar 1909 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Edmund, Hans

Sehr geehrter Herr DirektorHans Edmund in Basel (Hammerstraße 53) [vgl. Adressbuch der Stadt Basel 1909, Teil I, S. 127] war seit dem 1.10.1905 Direktor des dortigen staatlich subventionierten Interimstheaters (Eigentümer: Alfred Bömly), außerdem Direktor des Sommertheaters in Bad Liebenstein (Sachsen-Meiningen) und der Monatsoperette in Hildburghausen und Meiningen [vgl. Neuer Theater-Almanach 1909, S. 260f.]; das Interimstheater in Basel war eigentlich das Bömly-Theater (Riehenstraße 61) [Adressbuch der Stadt Basel 1909, Teil II, S. 110].!

gestatten Sie mir, nachdem ich die Ehre haben werde an Ihrer Bühne aufzutretenAuftritte Wedekinds in Basel oder Bad Liebenstein sind nicht belegt., Ihnen mitzuteilen daß das Aufführungsrecht von Hidalla von Herrn Direktor Maximilian BurgMaximilian Burg (eigentlich: Benet Berger) war vormals Theaterdirektor und nun als Impresario in München (Steinsdorfstraße 4) [vgl. Adreßbuch für München 1909, Teil I, S. 39, 74] tätig. Regelmäßige Kontakte Wedekinds „mit Impresario Burg“ [Tb 7.11.1908] sind im Tagebuch ab November 1908 belegt. Am 17.12.1908 notierte Wedekind: „Abschluß der ersten Kontrakte mit Burg“, im Februar schickte er ihm Geld [vgl. Wedekind an Maximilian Burg, 11.2.1909]. zu erwerben ist. Das gedruckte BuchWedekinds Schauspiel „Hidalla“ war 1904 als Buch im Verlag Dr. J. Marchlewski & Co. in München erschienen, die 2. Auflage folgte dort 1906 [vgl. KSA 6, S. 386f.]. von Hidalla ist zugleich eingerichtetes Regiebuch, so daß die Inscenierung ganz darauf vorgenommen werden kann. Ich hoffe aber | Zeit genug übrig zu haben um schon bei der Arrangierprobe anwesend sein zu können. Die Hauptsache wäre daß die Rollen gut memoriert sind. Ähnlich wäre es bei So ist das Leben, das ich gleichfalls am liebsten selber arangierenSchreibversehen, statt: arrangieren. würde.

In vorzüglicher Hochschätzung
Ihr ergebenster
Frank Wedekind.


München, Prinzregentenstraße 50.
3.1.9.

Einzelstellenkommentare

Basel, 12. Januar 1909 (Dienstag)
von Edmund, Hans
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Hans Edmund vom 15.1.1909 aus München:]


[...] in Erwiderung Ihres Geehrten vom 12. ds [...]

Einzelstellenkommentare

München, 15. Januar 1909 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Edmund, Hans

Sehr verehrter Herr Direktor,

in Erwiderung Ihres Geehrtendie beiden Schreiben sind nicht überliefert; erschlossene Korrespondenzstücke: Hans Edmund an Wedekind, 2.1.1909 und 12.1.1909. vom 12. ds und 2. ds theile ich Ihnen mit daß es mir offen gesagt ehr leid thut, daß So ist das Leben nicht gegeben werden soll. Ich bin aber mit Ihrem Vorschlag einverstanden daß wir nur einmal mit Hidalla auftretenEin Auftritt Wedekinds in Basel mit „Hidalla“ ist nicht belegt.. Das Honorar würde sich dann Ihrem Vorschlag gemäß | um 50 frs erhöhen und also im ganzen frs. 375 (dreihundert fünf und siebzig Franken betragen.) Die genauere Bestimmung des Termins hat wol f/v/orläufig noch Zeit, andernfalls sehe ich Ihren Vorschlägen entgegen.

In vorzüglicher Hochschätzung
Frank Wedekind.


15.1.9.
München, Prinzregentenstr. 50.

Einzelstellenkommentare

Frankfurt am Main, 2. Februar 1909 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Edmund, Hans

GRAND HÔTEL FRANKFURTER HOF
FRANKFURTWedekind war gemeinsam mit seiner Frau Tilly am 30.1.1909 für ein Gastspiel mit den Einaktern „Der Kammersänger“ und „Rabbi Esra“ nach Frankfurt am Main gefahren („Abends 10 Uhr Abreise nach Frankfurt“ [Tb]), am 6.2.1909 kehrten sie zurück nach München.


Herrn Direktor
Hans Edmund
Basel Schweiz
Interims Theater |


Sehr geehrter Herr Direktor,

es ist mir leider ganz unmöglich, am 16 bei Ihnen zu spielen, da auf diesen Tag unser erstes Auftreten in BernDas am Stadttheater in Bern (Direktion: Benno Koebke) [vgl. Neuer Theater-Almanach 1909, S. 312] in Aussicht genommene Gastspiel Wedekinds fand nicht statt. Am 6.2.1909 notierte Wedekind im Tagebuch: „Bern hat abgesagt.“ [vgl. Stadttheater Bern an Wedekind, 5.2.1909]. Wedekinds erstes Gastspiel in Bern kam erst am 8.4.1912 zustande [vgl. Tb]. festgesetzt ist, wo ich vier Tage vorher den Proben beiwohne. Reklamematerial habe ich bis jetzt nicht gesammelt. Wenn mein Name allein für Basel nicht Reklame genug sein sollte, dann wäre es vielleicht besser das Wagnis meines Auftritts in Basel noch um einige Zeit zu verschieben.

In vorzüglichster Hochschätzung
Ihr Fr Wedekind.

Einzelstellenkommentare