Briefwechsel

Wedekind, Frank und Nicolai, Karl Elias

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München, 16. April 1904 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Nicolai, Karl Elias

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 16.4.1904 in München:]


BriefEs dürfte in dem nicht überlieferten Brief an Karl Elias Nicolai, Major a.D. und Schriftsteller sowie Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft in Dresden [vgl. Adreßbuch für Dresden und seine Vororte 1904, Teil III, S. 169], um Wedekinds Einakter „Der Kammersänger“ gegangen sein, der als Gastspiel des Berliner Kleinen Theaters zusammen mit Oscar Wildes „Salome“ am 26.4.1903 in einer Matinee der Dresdner Literarischen Gesellschaft aufgeführt wurde. an Nicolai Dresden.

Einzelstellenkommentare

Dresden, 18. April 1904 (Montag)
von Literarische Gesellschaft Dresden, (Verein) und Nicolai, Karl Elias
an Wedekind, Frank

11.IV.Der auf die Rückseite von Wedekinds Anschreiben [vgl. Wedekind an Literarische Gesellschaft, 7.4.1904] notierte Briefentwurf ist auf den 11.4.1904 datiert und diente als Grundlage für einen nicht überlieferten, umfangreicheren Brief, der erst am 18.4.1904 abgesandt wurde (siehe die Anmerkungen zur Datierung).


S. g. Herr

Sie sind falsch berichtet worden, w/W/enn Sie man Ihnen mitgeteilt Sie der Ansicht sindvgl. Wedekind an die Literarische Gesellschaft Dresden, 7.4.1904. hat, daß wir d Litt. G. Ihrem „Kammersagrs. Zt.Wedekinds Einakter „Der Kammersänger“ war am 26.4.1903 in einer Matinee der Literarischen Gesellschaft Dresden am Königlichen Hoftheater (Direktion: Nikolaus Graf von Seebach) durch das Kleine Theater Berlin zusammen mit Oscar Wildes „Salome“ aufgeführt worden. eine sehr ungünstige AufnahmeWedekinds Einakter „Der Kammersänger“ war am 26.4.1903 in einer Matinee der Literarischen Gesellschaft Dresden am Königlichen Hoftheater (Direktion: Nikolaus Graf von Seebach) durch das Kleine Theater Berlin zusammen mit Oscar Wildes „Salome“ aufgeführt worden. Die Presse berichtete von einer verhaltenen Aufnahme der beiden Stücke [vgl. Wedekind an die Literarische Gesellschaft Dresden, 7.4.1904]. bereitet hätte, so sind Sie entschieden falsch berichtet worden. Wenn/ar/ der Erfolg kei auch keineswegs ein unbestrittener war, so war der Applaus Beifall doch zweifellos ein vielfach ein bedeutend erheblich stärker als die Zeichen des Mißfallens. Auf jeden Fall hat die Litt. Ges. das Interesse für Sie als Dichter in Dresden ganz erheblich erhöht u. hätte sich dadurch wohl eher den Anspruch auf Ihre Dankbarkeit als den gänzlich unberechtigten Vorwurf verdient Ihren „Kammersänger“ für die Bühnen Dresdens entwertet zu haben. Es dürfte Ihnen wohl nicht unbekannt sein, daß in Dresden keine Bühne existirt, die dieses Stück in ihr Repertoir aufgenommen haben würde.

Ihren unberechtigten Anspruch auf ein Tantiem an M. 100 müssen wir entschieden zu unserm Bedauern daher ablehnen.

Hochachgsvoll
d. Vorst.
NDer 1. Vorsitzende der Literarischen Gesellschaft Dresden war Karl Elias Nicolai, Schriftsteller und Major a. D., (Winckelmannstr. 29) [vgl. Adreßbuch für Dresden und seine Vororte 1904, Teil III, S. 169]. Mit dem gleichen Kürzel ist die Notiz „Beantwortet 18.IV.04.“ auf Wedekinds letztem Brief [vgl. Wedekind an Literarische Gesellschaft Dresden, 16.4.1904] unterzeichnet.

Einzelstellenkommentare

München, 23. April 1904 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Nicolai, Karl Elias

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 23.4.1904 in München:]


BriefEs dürfte in dem nicht überlieferten Brief an Karl Elias Nicolai, Major a.D. und Schriftsteller sowie Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft in Dresden [vgl. Adreßbuch für Dresden und seine Vororte 1904, Teil III, S. 169], um Wedekinds Einakter „Der Kammersänger“ gegangen sein, der als Gastspiel des Berliner Kleinen Theaters zusammen mit Oscar Wildes „Salome“ am 26.4.1903 in einer Matinee der Dresdner Literarischen Gesellschaft aufgeführt wurde. an Nicolai [...]

Einzelstellenkommentare