Briefwechsel

Wedekind, Frank und Felix Bloch Erben [(Verlag)]

12 Dokumente

München, 26. August 1890 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Felix Bloch Erben, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 26.8.1890 in München (Nachtrag):]


26. August 90. Absendung des ersten ManuscriptesWedekind sandte am Tag darauf ein zweites Manuskript von „Kinder und Narren“ an einen weiteren Berliner Bühnenverlag [vgl. Wedekind an A. Entsch, 27.8.1890].Kinder und Narren“ an Felix Bloch ErbenDer Berliner Bühnenverlag Felix Bloch Erben (Dorotheenstraße 30), Inhaber: Carl Ritter [vgl. Berliner Adreß-Buch für das Jahr 1891, Teil I, S. 104], firmierte als „Verlag dramatischer Werke und Theater-Agentur“ [Neuer Theater-Almanach für das Jahr 1890, Anhang: Anzeigen, S. 47]., Berlin.

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Berlin, 1. September 1890 (Montag)
von Felix Bloch Erben, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 2.9.1890 in München (Nachtrag):]


2. September. [...] Blochs Entgegnungdas hier erschlossene Korrespondenzstück. ‒ Wedekind dürfte dem Berliner Bühnenverlag nicht nur ein Manuskript von „Kinder und Narren“ geschickt haben [vgl. Wedekind an Felix Bloch Erben, 26.8.1890], sondern vermutlich zugleich auch seine Posse „Der Schnellmaler“ angeboten haben, ein Vorschlag, zu dem Felix Bloch Erben in der Entgegnung Stellung genommen haben dürfte. betreffs Schnellmaler.

Einzelstellenkommentare

München, 2. September 1890 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Felix Bloch Erben, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 2.9.1890 in München (Nachtrag):]


2. September. Brief an F. Bloch Erben mit Einlagenicht ermittelt; möglicherweise ein Exemplar von „Der Schnellmaler oder Kunst und Mammon. Große tragikomische Originalcharakterposse in drei Aufzügen“ (1889).. Blochs Entgegnungnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Felix Bloch Erben an Wedekind, 1.9.1890. ‒ Wedekind dürfte dem Berliner Bühnenverlag nicht nur ein Manuskript von „Kinder und Narren“ geschickt haben [vgl. Wedekind an Felix Bloch Erben, 26.8.1890], sondern vermutlich zugleich auch seine Posse „Der Schnellmaler“ angeboten haben, ein Vorschlag, zu dem Felix Bloch Erben in der nicht überlieferten Entgegnung Stellung genommen haben dürfte. betreffs Schnellmaler.

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München, 30. April 1904 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Felix Bloch Erben, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 30.4.1904 in München:]


BriefeDer nicht überlieferte Brief an Felix Bloch Erben (jetzt: Dorotheenstraße 61), Inhaber nun: Adolf Sliwinski [vgl. Berliner Adreßbuch 1904, Teil I, S. 149], stand aktuell im Zusammenhang mit dem Bühnenvertrieb von zwei Stücken Wedekinds („Marquis von Keith“ und „So ist das Leben“), für den der Autor inzwischen mit dem Berliner Bühnenverlag einen Vertrag hatte. So hatte Wedekind am 2.4.1904 über „So ist das Leben“ notiert: „von Bloch an Tantiemen für 3 Vorstellungen SIDL 198.99“ [Tb]. an [...] Bloch.

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München, 5. Mai 1904 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Felix Bloch Erben, (Verlag)

Da Herr Direktor JarnoJosef Jarno hatte als Direktor des Theaters in der Josefstadt in Wien [vgl. Neuer Theater-Almanach 1904, S. 541] „Marquis von Keith“ inszeniert (Premiere: 30.4.1903), selbst die Regie geführt und die Titelrolle gespielt [vgl. KSA 4, S. 547f.]. Den Bühnenvertrieb des Stücks hatte der Berliner Bühnenverlag Felix Bloch Erben. augenscheinlich noch nichts gethan hat die von ihm selbst angebotenen Bedingungen zur Verlängerung des Contractes über M.v.K. noch nicht erfüllt hat, bitte ich Sie, Ihn zur Zahlung der Conventionalstrafe von M. 300 möglichst bald zu veranlassen

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München, 13. Mai 1904 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Felix Bloch Erben, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 13.5.1904 in München:]


Brief an BlochWedekind hat einen gleichlautenden Eintrag vom Vortag, dem 12.5.1904 [vgl. Tb], gestrichen. [...]

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München, 25. Mai 1904 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Felix Bloch Erben, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 25.5.1904 in München:]


Brief an Bloch [...]

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München, 31. Mai 1904 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Felix Bloch Erben, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 31.5.1904 in München:]


BriefDer nicht überlieferte Brief dürfte mit der Geldzahlung des Berliner Bühnenverlags Felix Bloch Erben vom Vortag im Zusammenhang stehen, die Wedekind am 30.5.1904 notiert hat: „Von Bloch Garantiesumme erhalten. M. 270.–“ [Tb]. an Bloch [...]

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München, 4. Januar 1905 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Felix Bloch Erben, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 4.1.1905 in München:]


Von Bloch erhalten für So ist das Leben. M. 270.‒ [...] BriefeDer nicht überlieferte Brief an Felix Bloch Erben (Dorotheenstraße 61), Inhaber: Adolf Sliwinski [vgl. Berliner Adreßbuch 1905, Teil I, S. 166], dürfte sich auf den ebenfalls am 4.1.1905 notierten Erhalt von Tantiemen für Wedekinds Stück „So ist das Leben“ bezogen haben, für das der Berliner Bühnenverlag den Bühnenvertrieb hatte. an [...] Bloch [...]

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München, 19. Januar 1905 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Sliwinski, Adolf, Felix Bloch Erben, (Verlag)

HerrnInhaber von Felix Bloch Erben (Dorotheenstraße 61), Verlag dramatischer und musikalischer Werke sowie Theateragentur, war Adolf Sliwinski [vgl. Adreßbuch für Berlin 1905, Teil I, S. 166], verheiratet mit der Witwe des 1887 verstorbenen Felix Bloch, dem Namensgeber von Felix Bloch Erben. Felix Bloch Erben, Theateragentur
Berlin.


Ich höre soebenZusammenhang nicht ermittelt; unklar ist, wer sich gegenüber Wedekind wahrscheinlich mündlich über den Berliner Bühnenverlag so negativ geäußert hat., daß Sie, während Sie sich, während Sie contractlich verpflichtet sind, meine Interessen zu wahren, sich des eines groben Vertrauensmißbrauches mir gegenüber schuldig gemacht haben. Aus Ihrer CorrespondenzSchreiben von Felix Bloch Erben an Wedekind sind nicht erhalten. ersehe ich, daß Sie mich, um Ihre Handlungsweise zu zu rechtfertigen, mit unzutreffenden Nachrichten getäuscht haben. Außerdem lese ichnicht ermittelt; unklar ist, auf welche schriftliche Quelle Wedekind sich bezog (wohl ein Zeitungsartikel oder ein offener Brief). unwidersprochen schwarz auf weiß gedruckt und veröffentlicht, daß Sie meine Ihnen anvertrauten Interessen in gröbster Weise zu schädigen versucht hätten. Ich ersuche Sie daher, mir die ContracteWedekind hat die Verträge mit Felix Bloch Erben über den Bühnenvertrieb seiner Stücke „Marquis von Keith“ und „So ist das Leben“ am 1.6.1907 gekündigt, die Kündigung wurde am 1.6.1908 rechtskräftig [vgl. Wedekind an Felix Bloch Erben, 20.9.1909]. Bis dahin war in den entsprechenden Bänden (erschienen im Albert Langen Verlag) zu lesen: „Das Aufführungsrecht ist ausschließlich zu erwerben durch Felix Bloch Erben, Berlin, Dorotheenstraße 61“ [Frank Wedekind: So ist das Leben. Schauspiel in fünf Akten. 2. Aufl. München 1907]. über „Marquis von Keith“ und „So ist das Leben“ umgehend zurückzuschicken.
Hochachtend

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Berlin, 19. September 1909 (Sonntag)
von Felix Bloch Erben, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Felix Bloch Erben vom 20.9.1909 aus München:]


In Erwiderung Ihrer Zeilen vom 19 ds [...]

Einzelstellenkommentare

München, 20. September 1909 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Felix Bloch Erben, (Verlag)

In Erwiderung Ihrer Zeilen vom 19nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Felix Bloch Erben an Wedekind, 19.9.1909. Felix Bloch Erben, nur noch als Theateragentur ausgewiesen, hatte inzwischen eine andere Adresse (Luisenstraße 21) [vgl. Berliner Adreßbuch 1909, Teil III, S. 505]. ds muß ich feststellen, daß Sie von der Firma A.L. augenscheinlich Rechte er käuflich erworben haben, die in Wirklichkeit gar nicht existierten.

Ich Mein Rechtsanwalt Der mit Wedekind befreundete Münchner Rechtsanwalt Dr. jur. Wilhelm Rosenthal vertrat ihn in seinen Verlagsangelegenheiten.Dr. R kann jeden Moment documentarisch nach/be/weisen:

1. Daß der Bühnenvertriebsvertrag zwischen der Firma Albert Langen und mir kündbar war

2. Daß dieser Vertrag, wenn Sie seine | Rechte käuflich hätten erwerben können, auch heute noch jeden Tag zu kündigen kündbar wäre

3. Daß dieser Vertrag am 1 Juni 1907 von mir gekündigtIm Zusammenhang mit der Kündigung des Vertrags (oder der wahrscheinlich zwei Verträge) mit Felix Bloch Erben ‒ Inhaber waren nun Adolf Sliwinski als Seniorchef und Ernst Bloch ‒ am 1.6.1908 dürfte Wedekind den noch als Verlag dramatischer und musikalischer Werke sowie als Theateragentur ausgewiesenen Berliner Bühnenverlag (Luisenstraße 21) [vgl. Berliner Adreßbuch 1908, Teil I, S. 203] am 20.6.1908 aufgesucht haben, wie er festhielt: „Nachmittag bei Bloch den ich verfehle.“ [Tb] wurde.

4. Daß mir diese Kündigung von der Firma Albert Langen schriftlich anerkannt und bestätigt wurde.

5. Daß der in Frage stehende Vertrag mit am 1 August am 1. Juni 1908 rechtskräftig erloschen war.

Hochachtungsvoll
FrW.

Ich behalte mir natürlich jeden Einspruch vor der sich aus diesen Thatsachen als notwendig ergeben wird.

Hochachtungsvoll
FrW.

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