Briefwechsel

Wedekind, Frank und Dannegger, Adolf

2 Dokumente

München, 31. Juli 1902 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Dannegger, Adolf

DIE INSEL. DRITTER JAHRGANG.

NR. 10Das Juli-Heft 1902 der „Insel“ (Herausgeber: Otto Julius Bierbaum) enthält den Erstdruck von Wedekinds dreiaktiger Tragödie „Die Büchse der Pandora“ [vgl. Die Insel, Jg. 3, Nr. 10, Juli 1902, S. 19-105].. JULI 1902.


Herrn Adolf DaneggerAdolf Dannegger, Schriftsteller und Redakteur der Zeitschrift „Freistatt“ in München (Kanalstraße 42, 3. Stock links) [vgl. Kürschners deutscher Litteratur-Kalender auf das Jahr 1902, Teil II, Sp. 241], möglicherweise umgezogen (Kaulbachstraße 69, Parterre rechts) [vgl. Kürschners deutscher Litteratur-Kalender auf das Jahr 1903, Teil II, Sp. 234]; in der „Freistatt“ (Herausgeber: Fritz Brüggemann) war soeben ein Essay Wedekinds erschienen [vgl. Frank Wedekind: Schriftsteller Ibsen und „Baumeister Solneß“. Ein kritischer Essay. In: Freistatt. Kritische Wochenschrift für Moderne Kultur, Jg. 4, Heft 28, 13.7.1902, S. 285-289].

Zur freundlichen Erinnerung

München im Sommer 1902.

Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 1. Januar 1903 (Donnerstag)
von Halbe, Max, Rau, Meinhold, Rau, Karl, Steiger, Edgar, Weinhöppel, Hans Richard, Schanderl, Josef, Weinhöppel, Stella, Halbe, Luise, Langheinrich, Max, Dannegger, Adolf, Popp, Hermann, Dudek, Mathilde, Langheinrich, Franz und Heck, Bertha
an Wedekind, Frank


POST-KARTE.


Herrn
Löbl. Frank Wedekind
Lindenhotel
in Berlin N. W.
Kl. Kirchstr. |


[Foto]

ED BEYRER SCULP.

MARYA DELVARD


M. Langheinrich

ELF SCHARFRICHTER

Oh verflucht
Schon wieder KegelbahnAnspielung Max Halbes auf die Unterströmung (eine Fortsetzung der Nebengesellschaft), seine Kegelrunde, die sich über viele Jahre in einem Münchner Lokal (Türkenstraße 33) in unmittelbarer Nähe zur Spielstätte der Elf Scharfrichter (Türkenstraße 28) traf [vgl. Kemp 2017, S. 29]..


Süßer Frank!
Wann kommst du wiederLuise Halbe fragt, wann Wedekind aus Berlin zurückkomme, wohin er der „Erdgeist“-Inszenierung am Kleinen Theater wegen (siehe unten) gefahren war.
Deine Luise


Herzlichste Grüße
Dein Max Halbe


Best wishes(engl.) Beste Wünsche. – Stella Weinhöppel (geb. Brokow), Richard Weinhöppels zweite Ehefrau, war Amerikanerin.
Stella


Karl Rau


Ein Prosit
H Popp


Frau DudekMathilde Dudek, Schauspielerin und Sängerin vom Stadttheater in Teplitz [vgl. Neuer Theater-Almanach 1904, S. 511], die offenbar gerade in München war.


Fz. Langheinrich


Bei den ScharfrichternDie Bildpostkarte wurde offenbar im Anschluss an die Silvesterfeier des Kabaretts Die Elf Scharfrichter geschrieben (mitverfasst von den Ensemblemitgliedern Max Langheinrich und Hans Richard Weinhöppel), an der Wedekind (ebenfalls Ensemblemitglied), der zu dieser Zeit in Berlin weilte, nicht teilnahm; im gedruckten Programm der Silvesterfeier findet sich bei seinem Namen der Hinweis „sofern er da ist!“ [Kemp 2017, S. 80] In der Presse war angezeigt: „Die Elf Scharfrichter veranstalten wie im Vorjahre eine Sylvesterfeier, deren Programm fast vollständig für den besonderen Zweck verfaßt und inszenirt ist. [...] Nach der Gala-Exekution soll ein inoffizieller Theil die Besucher der Scharfrichter noch lang zusammenhalten.“ [Münchner Neueste Nachrichten, Jg. 55, Nr. 605, 31.12.1902, Vorabendblatt, S. 3] wars fein Gruß M. Rau


Du fehlst uns, doch ist uns Dein Erfolgdie erfolgreiche „Erdgeist“-Inszenierung am Kleinen Theater in Berlin (Premiere: 17.12.1902) mit Gertrud Eysoldt als Lulu (Regie: Richard Vallentin), nach der „sich das Stück konstant im Spielplan der deutschen Bühnen“ [KSA 3/II, S. 1203] hält. ein Trost! Richard


Dem Erdgeist!
Diese Freude vom Edgar Steiger


[um 90 Grad gedreht am rechten Rand:]

Bertha Heckeine Schwester von Luise Halbe (geb. Heck).


Schanderl


P. N. Dannegger


Einzelstellenkommentare