Sehr geehrter Herr Cassirer!
ich bin mit dem Inhalt Ihres Briefesnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Bruno Cassirer an Wedekind, 11.3.1904. Die Tantiemen-Abrechnung für die Erstausgabe der Tragödie „Die Büchse der Pandora“ (1903), die im Bruno Cassirer Verlag erschienen ist [vgl. KSA 3/II, S. 862], dürfte dem Brief des Verlegers beigelegen haben. einverstanden und möchte Sie nur ersuchen, wenn möglich die Tantiemenabrechnung bescheinigen zu wollen, da ich das Geld augenblicklich gut brauchen kann. Ich stecke immer noch in meiner ArbeitWedekind arbeitete an seinem Schauspiel „Hidalla oder Sein und Haben“ (1904), mit dessen Abfassung er fast fertig war [vgl. KSA 6, S. 369] und an die Korrekturen gehen konnte ‒ der erste Bogen war am 19.4.1904 „korrigiert“ [Tb] und die letzte Korrektur an der Druckfahne am 29.4.1904 abgeschlossen [vgl. Tb]. die mir mehr Zeit nimmt, als ich voraus gesetzt hatte. In einigen Tagen bin ich frei und werde dann daran | denken auch mal wieder nach BerlinWedekind war in München und reiste erst am 21.9.1904 wieder nach Berlin [vgl. Tb]. zu kommen.
Mit besten Grüßen Ihr Frank Wedekind.
12.III 04.
Bestehend aus 2 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben
Das Empfangsdatum ist durch die Eingangsnotiz auf dem Brief belegt.
München12. März 1904 (Samstag) Sicher
MünchenDatum unbekannt
Berlin14. März 1904 (Montag) Ermittelt (sicher)
Deutsches Literaturarchiv Marbach
Schillerhöhe 8-10 71672 Marbach am Neckar Deutschland
Wir danken dem Deutschen Literaturarchiv Marbach für die freundliche Genehmigung der Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Frank Wedekind an Bruno Cassirer, 12.3.1904. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (20.01.2026).
Ariane Martin