FRANK WEDEKIND.
Liebe Frau Louise,
ich werde G.nicht identifiziert. Es könnte sich um eine Hausangestellte gehandelt haben. schicken sobald als irgendwie thunlich. Nur bitte ich Dich nicht böse zu werden, wenn es etwas später als zwei Uhr | werden sollte. Es ist jetzt nach 11 UndSchreibversehen, statt: und. ich habe noch nichts zum Frühstück erhalten.
Wenn SieSchreibversehen, statt: sie. kommt dann bitte ich Dich von der bewußten Angelegenheitnicht ermittelt. nichts zu erwähnen.
Mit herzlichem GrußDeinFrank.
Bestehend aus 2 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben
Der 1.1.1902 ist – recht spekulativ – als Ankerdatum gesetzt. Der Brief ähnelt im Schreibduktus stark einem anderen Brief, der auf demselben Briefpapier geschrieben ist, dieselbe Anrede enthält und ebenfalls nur mit dem Vornamen unterschrieben ist [vgl. Wedekind an Luise Halbe, 24.12.1901]; er dürfte insofern in einer gewissen zeitlichen Nähe zu diesem Brief geschrieben worden sein. Der als fraglich markierte Datierungsvermerk („Etwa 1903?“) ist zu spät angesetzt, da Wedekind das vorliegende Briefpapier (mit dem Namen als gedrucktem Briefkopf) nachweislich nur zwischen Ende 1900 [vgl. Wedekind an Ernst von Wolzogen, 23.12.1900] und Spätsommer 1902 [vgl. Wedekind an Max Halbe, 21.9.1902] verwendete.
München1. Januar 1902 (Mittwoch) Ermittelt (unsicher)
MünchenDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Frank Wedekind an Luise Halbe, 1.1.1902. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (23.01.2026).
Mirko Nottscheid
Ariane Martin