Sehr geehrter Herr Müller!
Inliegend mein neuer EinakterWedekind war mit der Niederschrift des Einakters „In allen Wassern gewaschen“ am 13.4.1910 „endgültig [...] fertig“ [Tb] und brachte „das Manuskript tags darauf zum Münchner Schreibbüro Cito. Dort entsteht [...] die Druckvorlage“ [KSA 7/II, S. 657]; das bei „Cito“ ‒ Büro für Schreibmaschinenarbeiten (Inhaberin: Amalie Mohr) in München (Holzstraße 28, 3. Stock) [vgl. Adreßbuch für München 1910, Teil I, S. 80] hergestellte Typoskript hat Wedekind am 17.4.1910 nochmals korrigiert und am 20.4.1910 dem Verleger Georg Müller (Josephplatz 7, Parterre) [vgl. Adreßbuch für München 1910, Teil I, S. 392] am 20.4.1910 gebracht: „Bringe Iawg zu Georg Müller.“ [Tb] Der Erstdruck von „In allen Wassern gewaschen. Tragödie in einem Aufzug“ [vgl. KSA 7/II, S. 690] erschien zwischen dem 12. und 16.6.1910 [vgl. KSA 7/II, 657]; einige Tage später war es vom Georg Müller Verlag als erschienen gemeldet [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Nr. 142, 23.6.1910, S. 7454].. Einen Vertragsentwurfnicht überliefert. Den Vertrag mit dem Georg Müller Verlag über „In allen Wassern gewaschen“ schloss Wedekind am 21.4.1910: „Abschluß mit Georg Müller“ [Tb]. erlaube
ich mir beizulegen. Über Inhalt und Titel darf ich Sie wohl bitten vorläufig
nichts verlauten zu lassen.
In vorzüglicher Hochschätzung
Frank Wedekind.
20.4.10