21.X.15.
Herrn Frank Wedekind
München
Sehr geehrter Herr WdekindSchreibversehen, statt: Wedekind.!
Ich bitte zu entschuldigen, daß ich Ihnen auch heute noch
nicht den BetragAutor und Verleger hatten für die Honorarzahlung eine monatliche Rate von 600 Mark verabredet [vgl. Georg Müller an Wedekind, 16.2.1915]. übersendenSchreibversehen, statt: übersenden kann. aber ich bin eben auch auf meine Einkünfte
angewiesen. Ich werde Ihnen sofort nach Erhalt des mir in Aussicht gestellten
Betrages die gewünschte Summe übersenenSchreibversehen, statt: übersenden. und bitte Sie doch in Anbetracht des Umstandes,
dass wir uns doch dahingehend geeinigt haben, dass zunächst nur die ersten
beiden AuflagenÜber die Honorierung einer nicht zustande gekommenen 3. Auflage (und auch über die 2. Auflage) der „Gesammelten Werke“ Wedekinds im Georg Müller Verlag waren Autor und Verleger unterschiedlicher Auffassung [vgl. Georg Müller an Wedekind, 11.2.1915]. Ihrer Ges. WerkenSchreibversehen, statt: Werke.Schreibversehen, statt: Werke. honoriert werden solleSchreibversehen, statt: sollen., während die dritte
Auflage erst dann, wenn die beiden ersten Auflagen verkauft sind, damit
einverstanden erklärten, dass die Monatsraten etwas herabgesetzt werden. Sie
müssen bedenken, dass ich auch jetzt während des Krieges schwer zu kämpfenDer Verleger hat schon einmal auf seine kriegsbedingten finanziellen Engpässe verwiesen [vgl. Georg Müller an Wedekind, 13.7.1915]. habe
um entsprechend durchzuhalten. Ich hoffe, dass Sie meinem Wunsche gerecht
werden können und zeichne
als Ihr sehr ergebener
Georg Müller