Lieber Herr Doctor!
Die Pannummerdas Heft der von Wilhelm Herzog und Paul Cassirer herausgegebenen Zeitschrift „Pan“ mit Wedekinds Beitrag „Autobiographisches“ [Pan, Jg. 1, Heft 5, 1.1.1911, S. 147-149], wie aus einem Brief an einen der Herausgeber hervorgeht [vgl. Wedekind an Wilhelm Herzog, 26.5.1911]. kann ich zu meinem Bedauern nicht mehr finden
und habe infolge dessen an die Redaktion in Berlin geschriebenvgl. Wedekind an Wilhelm Herzog, 26.5.1911. mit der Bitte,
sie Ihnen zu senden. In einer ruhelosen NachtFrank Wedekinds Tochter Pamela Wedekind war krank; nach dieser Nacht notierte er am 26.4.1911 den Hausarztbesuch und eine Besserung: „Hauschild kommt. Annapamela fieberfrei und munter.“ [Tb] Dr. med. Johannes Hauschildt musste abends aber nochmals kommen, da es Pamela Wedekind wieder schlechter ging. die ich hinter mir habe und deren
UrsachSchreibversehen, statt: Ursache. Gott sei Dank so gut wie gehoben scheint las ich noch einmal Ihre
Schillerbiographiedas „Lebensbild“ in Band 1 von Artur Kutschers Edition „Schillers Werke“ (1909), die er Wedekind geschenkt hatte [vgl. Wedekind an Artur Kutscher, 16.10.1909]. durch mit ungetheiltem Genuß. Dann lernte ich auch den
WarbeckFriedrich Schillers Dramenfragment „Warbeck“ ist in Teil 14 („Dramatische Fragmente“) von Artur Kutschers Edition „Schillers Werke“ (siehe oben) abgedruckt. kennen, von dessen Größe ich noch keine Ahnung hatte.
Herzlichste Grüße von uns beidenFrank und Tilly Wedekind. an Sie und Ihre verehrte
Frau Gemahlin
Ihr
Frank Wedekind.
26.5.11.
[Kuvert:]
Herrn
Privatdozent
Dr. Arthur Kutscher
München
MauerkirchstrasseSchreibversehen, statt: Mauerkircherstrasse. Dr. phil. Artur Kutscher wohnte in der Mauerkircherstraße 6 (4. Stock) [vgl. Adreßbuch für München 1911, Teil I, S. 327]. 6.