[Zitat in Koch 1950, S. 94:]
o.D. (1910)
„Herr Reese wird Ihnen vielleicht schon mitgetheiltBernhart Rehse dürfte Georg Müller (der zukünftige Verleger von Wedekinds Werken) über sein Gespräch mit Wedekind am 27.4.1910 – „Besuch von Reese“ [Tb] – über Maßnahmen im Zuge des Verlagswechsels, der konfliktreichen Lösung Wedekinds von seinem bisherigen Verleger Bruno Cassirer, informiert haben. haben was wir besprochen haben. In diesem Moment fällt mir aber noch etwas anderes ein. Bevor ich gegen den von Cassirer geforderten Preis Einsprache erhebe, schreiben Sie ihm vielleicht noch einmal, in dem Sie an der Höhe des Preises anscheinend keinen Anstoß nehmen und eine detaillierte Aufstellung der Bestände verlangen. Sobald man diese Aufstellung hätte ließe sich dann gegenüber der Forderung ein Angebot machen, das dem Werth des Objektes entspricht. Außerdem könnte ich dann auch meinen Protest um so wirkungsvoller formieren…“
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Der 28.4.1910 ist als Ankerdatum gesetzt. Im vorliegenden, durch ein Zitat überlieferten Brief ist Bernhart Rehse erwähnt, der über Wedekinds Streitigkeiten mit seinem Verleger Bruno Cassirer informiert und offenbar auch Gesprächspartner Georg Müllers in dieser Angelegenheit war, wie Wedekinds Notiz vom 23.5.1910 bestätigt: „Besuch bei Müller wo ich Reese treffe.“ [Tb] Wedekind notierte am 27.4.1910: „Besuch von Reese.“ [Tb] Insofern dürfte er einen Tag später davon ausgegangen sein, dass Georg Müller über das von ihm und Bernhart Rehse am Vortrag Besprochene bereits informiert war, so dass er daran in seinem vermutlich also am 28.4.1910 verfassten Brief entsprechend anknüpfte.
München28. April 1910 (Donnerstag) Ermittelt (unsicher)
MünchenDatum unbekannt
Es gibt keine Informationen zum Standort.
Frank Wedekind an Georg Müller, 28.4.1910. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (20.01.2026).
Ariane Martin