Sehr geehrter Herr JustizratWedekinds übliche Anrede für den Rechtanwalt Paul Jonas, Justizrat in Berlin (Kanzlei: Taubenstraße 16-18, Wohnung: Schaperstraße 32) [vgl. Berliner Adreßbuch 1906, Teil I, S. 966], der ihn im Prozess um „Die Büchse der Pandora“ verteidigte (die letzte Verhandlung fand am 10.1.1906 vor dem Landgericht II in Berlin statt).,
Sie erzählten mir
gestern abendWedekind notierte am 8.1.1906 wohl für den früheren Abend „Besuch bei Jonas“ [Tb]., daß mir irgend jemand in einem Streit den ich durch Eingreifen
in eine fremde Unterhaltung herbei geführt haben soll, „e/E/ine herunter
gehauen habe“. Darf ich Sie höflichst bitten mir mitzutheilen, wer Ihnen diese
Geschichte erzählt hat.
In der festen
Überzeugung, daß Sie diese Aufforderung nicht nur gerechtfertigt sondern durchaus
selbstverständlich finden und
mir dementsprechend antworten werden, bitte ich Sie, den Ausdruck meiner vorzüglichsten Hochschätzung
entgegen zu nehmen.
Fr.W.