Hochverehrter Herr GeheimratProf. Dr. med. Ernst Schweninger, Geheimer Medizinalrat, ehemaliger Leibarzt Otto von Bismarcks, der lange als Dermatologe in Berlin wirkte und mit Maximilian Harden befreundet war, lebte inzwischen in München (Mendelssohnstraße 5) [vgl. Adreßbuch für München 1911, Teil I, S. 578]. Bei einem „Hardenvortrag“ in München am 18.12.1908 hat Wedekind die „Bekanntschaft mit Schweninger und Frau“ [Tb] gemacht.!
Wollen Sie aufrichtigen herzlichen Dank für Ihre
freundliche BereitwilligkeitHinweis auf ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Ernst Schweninger an Wedekind, 6.4.1911., sich an unserem WerkeWedekind plante zu Maximilian Hardens 50. Geburtstag am 20.10.1911 in Absprache mit dessen Lebensgefährtin Selma Isaac im Erich Reiß Verlag in Berlin, der die Bücher Maximilian Hardens verlegte, ein Gedenkbuch mit Würdigungen des Publizisten – ein nicht realisiertes Projekt. zu beteiligen
entgegennehmen. Ihren liebenswürdigen Vorschlag, Herrn Professor BertuchProf. Dr. phil. August Bertuch, Literarhistoriker, Schriftsteller in Frankfurt am Main (Mylius-Straße 38) [vgl. Adreßbuch für Frankfurt am Main 1911, Teil I, S. 34], seinerzeit bekannt als Übersetzer von Frédéric Mistrals provenzalischer Dichtung „Mirèio“ und von Maximilian Harden sehr geschätzt (er ist in der „Zukunft“ mehrfach gewürdigt). zur
Mitwirkunck/g/ einzuladen, erlaube ich mir, Herrn Erich Reiß zu übermitteln. Ich
selber bin durch | Ihren Vorschlag aufs Höchste erfreut und zweifle nicht, daß
auch Frau HardenSelma Isaac war die Lebensgefährtin Maximilian Hardens. damit einverstanden ist. Als Erscheinungstermin hatte ich mir
den Beginn der nächsten Saison gedacht. Wenn sich die Beiträge in den nächsten
zwei Monaten zusammenfinden könnten, würde ich das für sehr dienlich halten.
Auf jeden Fall, verehrter Herr Geheimrat, empfinde ich es als große Ehre und
Auszeichnung, an diesem Werke mit Ihnen gemeinsam arbeiten zu können. |
Wollen Sie den Ausdruck allergrößter
Hochschätzung entgegennehmen
von Ihrem ergebenen
Frank Wedekind.
7.4.11.