Herrn Ernst RowohltLeipzig.
In Erwiderung Beantwortung Ihres Schreibens vom XXX.vgl. Ernst Rowohlt an Wedekind, 30.1.1912. Den Brief des Leipziger Verlegers erhielt Wedekind erst nach seiner Rückkehr von einer sechstägigen Pragreise am 5.2.1912. habe ich folgendes zu erwidern mitzuteilen
Die Art (und Weise), wie in der Sie sich zwei Jahre lang in der AngelegenheitWedekind hatte die ihm abhanden gekommenen und von Ernst Rowohlt aufgekauften Tagebuchhefte von 1889/90 erst nach 18 Monaten zähen Ringens und gegenseitiger Zumutungen von dem Leipziger Verleger zurückbekommen [vgl. auch Wedekinds Korrespondenzen mit den Rechtsanwälten Kurt Hezel, Martin Drucker und Leon Kallir sowie mit Frida Strindberg]. meiner Tagebücher mir gegenüber benommen haben macht es mir unmöglich, brieflichDie Verhandlungen über eine Kompensation der im Vergleich zugesagten Autobiographie führte Wedekinds Münchner Verleger Georg Müller mit Ernst Rowohlt. mit Ihnen zu verkehren.
Hochachtungsvoll FrW.
Bestehend aus 1 Blatt, davon 1 Seite beschrieben
Der 5.2.1912 ist als Ankerdatum gesetzt – an diesem Tag dürfte Wedekind Ernst Rowohlts Brief vom 30.1.1912 erhalten und sofort beantwortet haben. Absende- und Empfangsort unter der Annahme, dass ein Brief auf der Grundlage des Briefentwurfs versandt wurde.
München5. Februar 1912 (Montag) Ermittelt (unsicher)
MünchenDatum unbekannt
LeipzigDatum unbekannt
Aargauer Kantonsbibliothek
Aargauerplatz 5001 Aarau Schweiz
Wir danken der Aargauer Kantonsbibliothek für die freundliche Genehmigung der Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Frank Wedekind an Ernst Rowohlt, 5.2.1912. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (04.02.2026).
Anke Lindemann