[Referat und Zitat in Kutscher 3, S. 5:]
Paul Lindau schrieb dem Dichter zu seinem StreitWedekinds Streit mit dem „Berliner Tageblatt“ begann mit einem Verriss von Wedekinds „Musik“ durch Fritz Engel [vgl. vgl. F.E.: Wedekinds „Musik“. Erste Aufführung im „Kleinen Theater“. In: Berliner Tageblatt, Jg. 37, Nr. 558, 1.11.1908, Sonntags-Ausgabe, S. (2)], auf den der Autor brieflich reagierte [vgl. Wedekind an Berliner Tageblatt, 2.11.1908] und die Zeitung seine Reaktion am 3.11.1908 als offenen Brief herabwürdigend kommentiert abdruckte [vgl. F.E.: Frank Wedekind zürnt. In: Berliner Tageblatt, Berlin, Jg. 37, Nr. 562, 3.11.1908, Abend-Ausgabe, S. (2-3)]. mit dem Berliner Tageblatt: „Sie haben wirklich mehr jugendliches Feuer, als ich Ihnen zugemutet habe, und Sie sind auch viel harmloser, als ich dachte. Daß Sie sich auf eine Zeitungspolemik – als Autor mit einem angestellten Redakteur – einlassen, das hätte ich Ihnen nie zugetraut. Ist Ihnen der Fall bekannt, daß man in solchem Falle als Autor jemals das letzte Wort behalten und Recht gehabt hätte? Die Herrschaften haben doch das Urteil letzter Instanz kontraktlich.“
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Der 3.11.1908 ist als Ankerdatum gesetzt – das früheste mögliche Schreibdatum, abgeleitet vom Inhalt des nicht überlieferten Briefs. Schreibort war Charlottenburg, wo Paul Lindau wohnte (Kantstraße 123) [vgl. Berliner Adreßbuch 1909, Teil I, S. 1600].
Charlottenburg3. November 1908 (Dienstag) Ermittelt (sicher)
CharlottenburgDatum unbekannt
MünchenDatum unbekannt
Es gibt keine Informationen zum Standort.
Paul Lindau an Frank Wedekind, 3.11.1908. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (23.01.2026).
Cordula Greinert
Ariane Martin