W. R.
Verehrter Herr Wedekind,
ich freue mich aufrichtig, Sie Sonnabend Abend 11hSamstag, den 7.10.1905 um 23 Uhr – das war nach der „Hidalla“-Vorstellung im Berliner Kleinen Theater (Direktion: Victor Barnowsky), wo Wedekind fast allabendlich in der Hauptrolle des Karl Hetmann auf der Bühne stand. Wedekind notierte nach der Vorstellung am 7.10.1905: „Triclinium mit Harden bei Rathenau.“ [Tb] zu sehen und werde Harden benachrichtigenWalther Rathenau schrieb am 4.10.1905 an Maximilian Harden: „Cher, ich habe Wedekind auf Sonnabend eingeladen; er spielt und kommt erst um 11h Wollen wir zusammen vorher das Stück sehen? Wir können ihn dann gleich mit nach Hause nehmen. Ein Telephonwort, damit ich Billets besorgen kann.“ [Hellige 1983, S. 424] Rathenau hat auf diesen Brief ein markantes Wedekind-Porträt gezeichnet [vgl. Hellige 1983, S. 430], das Harden „fabelhaft ähnlich“ [Hellige 1983, S. 428] fand..
Mit ergebenstem Gruss Ihr W Rathenau.
4.10.05.
Bestehend aus 2 Blatt, davon 1 Seite beschrieben
Berlin4. Oktober 1905 (Mittwoch) Sicher
BerlinDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Walther Rathenau an Frank Wedekind, 4.10.1905. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (20.01.2026).
Cordula Greinert
Ariane Martin