Herrn Dr. Walther Rathenau
in memoriam triclinii (lat.) zur Erinnerung an das Triclinium (siehe unten).
7.X.5Wedekind notierte am 7.10.1905 in Berlin nach seinem abendlichen Auftritt als Karl Hetmann in der „Hidalla“-Inszenierung im Kleinen Theater sein anschließendes Beisammensein zu dritt mit Maximilian Harden bei Walther Rathenau: „Triclinium mit Harden bei Rathenau.“ [Tb] Er dürfte bei dieser Gelegenheit das druckfrische Exemplar der Erstausgabe von „Totentanz“ (siehe unten) mit der Widmung persönlich übergeben haben. Walther Rathenau schrieb Maximilian Harden am 8.10.1905 über den gemeinsamen Abend: „Lieber Maxim, es war doch ein famoser Abend, und ich muß Ihnen wieder einmal von Herzen danken. Wedekind, in seiner neuen Erscheinung, war weniger Rätsel, aber sympathischer. Auch hat der große Eindruck der Vorstellung mich für Ihn gestimmt.“ [Hellige 1983, S. 431]
Frank Wedekind
Totentanzdie druckfrische erste Buchausgabe „Totentanz. Drei Szenen“ im Albert Langen Verlag in München; im Buchhandel war die auf 1906 vordatierte Erstausgabe einige Tage später als erschienen gemeldet [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 72, Nr. 245, 20.10.1905, S. 9451]. „Das 1. und das 2. Tausend der ersten Buchausgabe wurden bereits 1905 ausgeliefert, das 3. und 4. Tausend 1906.“ [KSA 6, S. 623]