Postkarte
Herrn Dr. Walther Rathenau Berlin W. Victoriastrasse 3.
Verehrter Herr Doctor!
Die 100 ungeschriebenen SchriftenWedekind hat Walther Rathenaus unter Pseudonym veröffentlichten Essay, der aus einhundert Aphorismen besteht, gelesen [vgl. Ernst Reinhart: Hundert ungeschriebene Schriften von Gott und Welt, Mensch und Kunst. In: Die Zukunft, Jg. 15, Nr. 41, 13.7.1907, S. 61-78]. sind mir ein Quell aus dem ich mit immer neuem Behagen trinke. Ich freue mich darauf, Sie darüber sprechen zu hören. Schöne Grüße Ihr Fr Wedekind. |
MÜNCHEN Ludwigskirche
Bestehend aus 1 Blatt, davon 1 Seite beschrieben
Der 21.8.1907 ist als Ankerdatum gesetzt – das Schreibdatum, dem Poststempel und dem Erstdruck zufolge.
Uhrzeit im Poststempel München (der abgelösten Briefmarke wegen steht beim Tag nur die „2“ auf dem Papier, das „N“ zur Uhrzeit nur im Ansatz): „9 – 10 N“ (= 21 bis 22 Uhr). Wann die Bildpostkarte Walther Rathenau, der sich auf einer Afrikareise befand [vgl. Wedekind an Walther Rathenau, 13.7.1907], erreichte ist unklar; die Post wurde ihm nachgesandt [vgl. Hellige 1983, S. 535].
München21. August 1907 (Mittwoch) Ermittelt (sicher)
MünchenDatum unbekannt
BerlinDatum unbekannt
Deutsche Nationalbibliothek. Deutsches Exilarchiv 1933-1945
Adickesallee 1 60322 Frankfurt am Main
Wir danken dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Frank Wedekind an Walther Rathenau, 21.8.1907. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (20.01.2026).
Cordula Greinert
Ariane Martin