Verehrter Herr JeßnerLeopold Jessner war Oberregisseur am Thalia-Theater (Direktion: Max Bachur) in Hamburg [vgl. Neuer Theater-Almanach 1913, S. 459] und setzte sich für Wedekinds Stücke ein (siehe die vorangehende Korrespondenz).!
Erlauben Sie eine Frage: Könnte ich am Thaliatheater mit
meiner Frau in „Franziska“ gastieren? Die Honorarbedingungen wären die
gleichen, die uns BremenFrank und Tilly Wedekinds Gastspiel am Bremer Schauspielhaus fand erst am 7.3.1914 (mit „Erdgeist“) und 8.3.1914 (sie spielten „Der Kammersänger“ und „Der Stein der Weisen“) statt. Frank Wedekind notierte Einnahmen von 600 Mark pro Abend in seinem Kontobuch [Mü, L 3512]., HannoverDas Gastspiel am Deutschen Theater in Hannover kam nicht zustande, wurde aber zusammen mit dem Kölner Gastspiel (siehe unten) geplant, wie Wedekinds Notiz vom 22.2.1913 nahelegt: „Telegramm nach Cöln Hannover“ [Tb]. und KölnFrank und Tilly Wedekinds Gastspiel am Kölner Stadttheater fand am 5. und 8.4.1913 statt (mit „Marquis von Keith“ und „König Nicolo oder So ist das Leben“). Frank Wedekind notierte Einnahmen von 450 Mark pro Abend in seinem Kontobuch [Mü, L 3512]. zubilligen: M. 500Wedekind erhielt dann in Bremen 600 Mark und in Köln 450 Mark Honorar (siehe oben).
(fünfhundert) für den Abend. Vorbereitungen für das GastspielEin „Franziska“-Gastspiel am Hamburger Thalia-Theater fand nicht statt. würden nur das
2., 6., und 8. Bild erfordern. Die
übrigen 6 Bilder ließen | sich auf 3 Proben bewältigen. Im Anschluß an das
Gastspiel könnte der VortragsabendEin Vortragsabend in Hamburg fand nicht statt. Leopold Jessner dürfte ihn vorgeschlagen haben, als er Wedekind, der vom 30.8.1912 bis 2.9.1912 in Hamburg war, dort fast täglich getroffen hat [vgl. Tb]. stattfinden, den Sie mir vorschlugen.
Mit besten Grüßen
Ihr ergebener
Frank Wedekind.