HerrnInhaber von Felix Bloch Erben (Dorotheenstraße 61), Verlag dramatischer und musikalischer Werke sowie Theateragentur, war Adolf Sliwinski [vgl. Adreßbuch für Berlin 1905, Teil I, S. 166], verheiratet mit der Witwe des 1887 verstorbenen Felix Bloch, dem Namensgeber von Felix Bloch Erben. Felix Bloch Erben, Theateragentur
Berlin.
Ich höre soebenZusammenhang nicht ermittelt; unklar ist, wer sich gegenüber Wedekind wahrscheinlich mündlich über den Berliner Bühnenverlag so negativ geäußert hat., daß Sie, während Sie sich, während
Sie contractlich verpflichtet sind, meine Interessen zu wahren, sich des
eines groben Vertrauensmißbrauches mir gegenüber schuldig gemacht haben. Aus
Ihrer CorrespondenzSchreiben von Felix Bloch Erben an Wedekind sind nicht erhalten. ersehe ich, daß Sie mich, um Ihre Handlungsweise zu zu
rechtfertigen, mit unzutreffenden Nachrichten getäuscht haben. Außerdem lese
ichnicht ermittelt; unklar ist, auf welche schriftliche Quelle Wedekind sich bezog (wohl ein Zeitungsartikel oder ein offener Brief). unwidersprochen schwarz auf weiß gedruckt und veröffentlicht, daß Sie meine Ihnen anvertrauten Interessen in
gröbster Weise zu schädigen versucht hätten. Ich ersuche Sie daher, mir die
ContracteWedekind hat die Verträge mit Felix Bloch Erben über den Bühnenvertrieb seiner Stücke „Marquis von Keith“ und „So ist das Leben“ am 1.6.1907 gekündigt, die Kündigung wurde am 1.6.1908 rechtskräftig [vgl. Wedekind an Felix Bloch Erben, 20.9.1909]. Bis dahin war in den entsprechenden Bänden (erschienen im Albert Langen Verlag) zu lesen: „Das Aufführungsrecht ist ausschließlich zu erwerben durch Felix Bloch Erben, Berlin, Dorotheenstraße 61“ [Frank Wedekind: So ist das Leben. Schauspiel in fünf Akten. 2. Aufl. München 1907]. über „Marquis von Keith“ und „So ist das Leben“ umgehend
zurückzuschicken.
Hochachtend