Geehrter Herr,
Ihr Buchnicht sicher ermittelt; möglicherweise Gerhart Hauptmanns Drama „Die Weber“; Wedekind hatte erst kürzlich Emilie Hüni um die Rücksendung gebeten [vgl. Wedekind an Emilie Hüni, 6.1.1894]. habe ich an Fräulein
Huni mit Dank zurückgesandt; wie Sie richtig voraussetzen, kannte
ich Ihre AdresseWedekind war im September 1893 ins Hotel Mont Blanc, rue de Seine 63 gezogen [vgl. Tb 5.9.1893]. nicht.
IchDie in Zürich aufgewachsene deutsche Malerin Louise-Cathérine Breslau war die berühmteste Malerin ihrer Zeit in Paris. 1876 war sie zum Kunststudium an die Académie Julian nach Paris gegangen, stellte seit 1879 im Salon de Paris aus und hatte 1889 auf der Pariser Weltausstellung die Goldmedaille erhalten. Sie war eine Freundin Emilie Hünis, mit der sie sich auch über die Werke Wedekinds austauschte. bin leider ausgeladen, Donnerstag
Abendsden 18.1.1894; Wedekind besuchte dem Tagebuch zufolge am Donnerstagabend Emma Herwegh., aber wenn Sie mir das Vergnügen | machen vollenSchreibversehen, statt: wollen., Freitag Abendsden 19.1.1894; Wedekind nahm die Einladung an [vgl. Wedekind an Louise-Cathérine Breslau, 17.1.1894]. zu kommen, so sind Sie sicher eine
Tasse Thee mit mir und meiner
Schwestervermutlich Bernhardine Breslau, die jüngste der vier Schwestern. Louise-Cathérine Breslau porträtierte sie im Herbst 1893 in Trauerkleidung – die Mutter war im August verstorben. trinken zu können.
Mit freundlichem Gruss, unterdessen,
Louise
Breslau
40 Av. des Ternes
Mittwoch