Sonntag,
11.X.14.
Innigst geliebter Frank,
heute war ein prachtvoller Herbsttag, die schönsten
Stimmungen an der Isar u. im englischen Garten. Kalt strahlende Sonnen
u. die bunten Blätter. Ich war Vor- u. Nachmittag mit den Kindern spazieren,
Vormittag mit AnnaAnna Wölfel, „das Münchner Kindermädchen.“ [Vinçon 2018, Bd. 2, S. 125], Nachmittag allein. Ich erzählte | Anna Pamela ein Andersen
MärchenHans Christian Andersens Märchen „Der Freundschaftsbund“ (1842) spielt in Delphi mit Blick auf den Parnass: „der Ort war geheiligt aus alten Zeiten, selbst der Name erinnert daran, er wird ja Delphi genannt! Die dunkeln, ernsten Berge lagen alle mit Schnee bedeckt, der höchste, der am längsten in der rothen Abendsonne schimmerte, war der Parnaß“ [H. C. Andersen’s Sämmtliche Märchen. Einzige vom Verfasser besorgte deutsche Ausgabe. 27. Aufl. Leipzig 1886, S. 320]., das in Delphi spielt auf dem ParnassGebirgsstock bei Delphi, in der griechischen Mythologie der Musenberg, das Reich der Dichtkunst.. Es gefiel ihr sehr, u. hat sie nun wohl gewaltigen
Respect vor meinem Wissen. Die Kleine war entzückt von den/r/
untergehenden Sonne u. dem farbigen Himmel. Zu Hause haben sie noch Kastanien
versteckt u. gesucht. Beide waren sehr lieb u. schicken Dir viele Küsse. In treuer
Liebe umarmt u. küsst Dich,
Deine Tilly