Lenzburg, den 10.IX.90
Lieber Bruder!
Anbei 200 FrankenArmin Wedekind verwaltete nach dem Tod des Vaters das Vermögen der Familie und zahlte auf Wunsch Gelder an die Geschwister und seine Mutter aus. Im Tagebuch vermerkte Frank Wedekind den Betrag von 200 Francs für den 10.9.1890 [vgl. Tb, Übersicht, S. 117]. für Dich, von denen Du an DonaldDonald Wedekind war seit dem 13.8.1890 bei seinem Bruder Frank in München zu Besuch. abgeben magst, soviel er noch braucht, welche Summe er mir dann hier b/n/ach seiner Ankunft zur Buchung angeben kann. Ich bin seit circa 8 Tagen hier u werde auch noch etwa ebenso lange dableiben. Wir genießen die schönen Sommertage nach bestem Vermögen in | der freien Luft u sind nicht ungeduldig unsere Zürcher Staub- u Mäusewohnung wieder zu bewohnen. Indem ich hoffe, daß auch an Dir diese herrlichen Tage nicht ohne gute Wirkung vorübergehen verbleibe ich mit besten Grüßen Dein treuer Bruder Armin.
Bestehend aus 2 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben
Lenzburg10. September 1890 (Mittwoch) Sicher
LenzburgDatum unbekannt
MünchenDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Armin (Hami) Wedekind an Frank Wedekind, 10.9.1890. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (20.01.2026).
Tilman Fischer