Postkarte.
Carte postale. – Cartolina postale.
Herrn
stud. jur. Oskar Schibler
Ständli,
Solothurn. |
Lieber Freund, mit bestem Dank sende ich Dir hier
den 1. Band Heineeinen Band aus einer Heine-Werkausgabe, der einen Teil der „Reisebilder“ enthält [vgl. Wedekind an Oskar Schibler, 25.4.1883].
zurück. Wenn ihm auf der Reise nur nichts passiert! Gegenwärtig ist er noch
ganz gesund. (vom Inhalt abgesehen!) Nicht wahr, Du schickst mir einen anderen
Band. Heine
schreibt gar zu fesselnd, und zudem hab’ ich jetzt noch ziemlich viel Zeit übrigDas neue Schuljahr 1883/84 begann mit den Aufnahmeprüfungen für die neuen Schüler am 30.4. und 1.5.1883. Der reguläre Unterricht startete am Mittwoch, den 2.5.1883 [vgl. Programm der Aargauischen Kantonsschule für das Schuljahr 1883/84, S. 3]. und wenig
Beschäftigung. – Meinen Briefvgl. Wedekind an Oskar Schibler, 25.4.1883.
hast Du hoffentlich erhalten. Ich freue mich drauf,
auch wieder ’mal etwas von Dir zu lesen. Vergiß die Recepte an Huber nicht! Die von dir bezeichneten Gedichtenicht ermittelt; die Auswahl dürfte auf eine mündliche Absprache zurückgehen. hab’ ich noch nicht alle
abgeschrieben; ich werde sie dir zukommen lassen, sobald ich damit fertig bin.
Wie geht es mit Deinen Maturitätsstudiendie Vorbereitungen für die Maturaprüfung, die Oskar Schibler im Sommer 1883 bestand.?
– O, wär’ auch ich schon so weit!! – Viel Glück und Segen zu all’ deinen
Bestrebungen, und so nehm ich denn Abschied mit bester Hoffnung auf Heine und
einen langen Brief von dir und bleibe dein treuer Franklin.