7.XI.90.
Lieber Franklin!
Selber auf dem Trockenen konnte ich Dir vorher bis jetzt unmöglich etwas schickenArmin Wedekind verwaltete nach dem Tod des Vaters das Barvermögen der Familie, das in Wertpapieren angelegt war, und zahlte auf Wunsch Gelder an die Geschwister und seine Mutter aus. Folgt man der Übersicht in Frank Wedekinds Tagebuch, erhielt er am 7.11.1890 300 Francs [vgl. Tb, Übersicht, S. 117].. Wie sehr wäre es doch in Deinem Vortheil mir, wie ich Dich schon öfter ersuchtvgl. Armin Wedekind an Frank Wedekind, 4.4.1890. habe 8 – 10 Tage vor der Zeit zu schreiben wo Dir das Geld ausgeht. Noch angenehmer wäre mir freilich wenn Du ein bestimmtes Quartalgeld in Aussicht nehmen würdest etwa im Betrag der Zinsen von Deinem Antheil oder wie es Dir beliebt. Ich wüßte dann auf lange Zeit voraus wann ich das Geld bereit halten müßte u könnte es auf den Termin schicken.
Mit bestem Gruß! Armin.
Anbei 300 frs.
Bestehend aus 1 Blatt, davon 1 Seite beschrieben
Als Schreibort wird Armin Wedekinds Wohnort angenommen.
Riesbach7. November 1890 (Freitag) Sicher
RiesbachDatum unbekannt
MünchenDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Armin (Hami) Wedekind an Frank Wedekind, 7.11.1890. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (20.01.2026).
Tilman Fischer