Lieber Herr Kraus
Hier sende ich Ihnen, was ich vorrätig habe. Es ist nicht
vielWedekind notierte am 12.2.1905: „Gedichte an Karl Kraus geschickt.“ [Tb] Das waren zwei Manuskripte, das Gedicht „Das Opfer“ – entstanden 1893/94 in Paris, unter dem Titel „Mein Mädel“ [KSA 1/I, S. 546] zuerst am 11.3.1902 im „Simplicissimus“ veröffentlicht und nun in „leichter Überarbeitung“ [KSA 1/II, S. 1181] eingereicht – und das Lied „Revolution“ [KSA 1/III, 158] mit Noten, eine Neufassung des 1894 komponierten Liedes „Der Anarchist“ [vgl. KSA 1/III, S. 574-578], das zusammen mit dem Gedicht „Das Opfer“ im Erstdruck unter dem Titel „Revolution“ mit faksimilierten Noten in der „Fackel“ erschien [vgl. Frank Wedekind: Zwei Gedichte. In: Die Fackel, Jg. 6, Nr. 175, 17.2.1905, S. 22f.]. und nicht sehr aufregend.
Mit herzlichem Gruß und in großer Eile
Ihr
FrWedekind.