Lieber Herr Kraus!
ich danke Ihnen sehr für Übersendung der M.
300 HonorarWedekind notierte bereits am 7.7.1905: „Von Kraus für Totentanz erhalten M. 300.“ [Tb] für Totentanz. Leider kann ich Ihnen keine erfreuliche Antwort auf
meine Anfrage wegen Verwendung des SatzesWedekind hatte bei seinem Verleger Albert Langen, der die Buchausgabe seines Einakters „Totentanz“ (1905) vorbereitete, angefragt, ob der Satz des soeben in der „Fackel“ erschienen Erstdrucks [vgl. Frank Wedekind: Totentanz. Drei Szenen. In: Die Fackel, Jg. 7, Nr. 183/184, 4.7.1905, S. 1-33] verwendet werden könne. Die erste Buchausgabe „wurde jedoch in Fraktur (statt der bei Kraus üblichen Antiqua) gedruckt.“ [Nottscheid 2008, S. 148] Sie hatte fast den doppelten Seitenumfang des Zeitschriftenvorabdrucks (siehe unten). mittheilen. Der Einakter | ist ja
viel splendidergroßzügiger. gesetzt als ich erwartet hatte, aber Langen sagt, der Satz
müßte eben doch auf alle Fälle umgebrochen werden wegen weil sonst kein
Ein-Mark-BuchDie erste Buchausgabe von Wedekinds Einakter „Totentanz. Drei Szenen“ [vgl. KSA 6, S. 623] im Albert Langen Verlag war im Herbst 1905 als erschienen gemeldet, hatte einen Umfang von 62 Druckseiten und kostete 1 Mark (gebunden 2 Mark) [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 72, Nr. 245, 20.10.1905, S. 9451]. daraus würde. Deshalb wolle er das Stück lieber neu setzen
lassen.
Ich grüße Sie herzlichst und hoffe auf baldiges Wiedersehn
Ihr
Frank Wedekind.
8.7.5Wedekind notierte am 8.7.1905: „Brief an Kraus.“ [Tb].
[Kuvert:]
Herrn
Karl Kraus
Wien IV.
Schwindgasse 3.