S. H.Abkürzung für: Seine Hochwohlgeboren; „schriftliche Anrede und Titelergänzung auf Briefadressen, die ursprünglich nur dem hohen Adel, später aber dem gesamten Adel und solchen höhern Beamten zugestanden wurde, die durch ihren Rang als dem Adel gleichstehend galten. Jetzt wird diese Anrede allen in nur einigermaßen hervorragender Stellung befindlichen Leuten gewidmet.“ [Meyers Großes Konversationslexikon, 6. Auflage, 1905-1909, Bd. 9, S. 404]
Herrn RegierungsratOskar Schibler war von 1912 bis 1932 Aargauer Regierungsrat; die ersten 10 Jahre verwaltete er das Justiz- und Polizeidepartement, anschließend war er für Inneres und das Gesundheitswesen zuständig [vgl. Neue Zürcher Zeitung, Jg. 153, Nr. 526, 20.3.1932, Ausgabe 2, S. (2)].
Oscar Schibler
in Aarau
Schweiz.
Lieber Oskar! Für die freundliche Übersendung der schönen alten ErinnerungenHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zu den gesendeten Erinnerungsstücken; erschlossenes Korrespondenzstück: Oskar Schibler an Wedekind, 1.12.1915.
herzlichsten Dank Ich hoffe sehr daß wir uns bald einmal wiedersehen.
Vielleicht in München?
Dann bitte ich um Benachrichtigung. Sonst beim nächsten Aufenthaltnächsten Aufenthalt] 3 Monate später trafen sich die ehemaligen Schulfreunde bei der Beisetzung von Frank Wedekinds Mutter Emilie in Lenzburg. Am 27.3.1916 notierte Wedekind: „Während des Mittagessens wird der Sarg abgeholt. In Zwei Wagen nach Aarau. Verbrennung. Oskar Schibler. Gustav Henckel“ [Tb 27.3.1916]. in Lenzburg.
Mit herzlichsten Grüßen
Dein alter Frank W.
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Frank WedekindDas Porträtfoto könnte im Herbst 1912 entstanden sein. Frank Wedekind notierte am 18.10.1912: „Lasse mich bei Baumann Nachf. photographieren.“ [Tb]