Lieber Herr Kraus,
wenn es noch Zeit ist möchteim Erstdruck: ist, möchte. ich Ihnen noch folgende
Correkturim Erstdruck: Korrektur. Sie ist im Erstdruck ausgeführt [vgl. Frank Wedekind: Der Dampfhammer. In: Die Fackel, Jg. 9, Nr. 229, 2.7.1907, S. 19f.]. vorschlagen:
Keines hört es, wie der lange
Hagre Meister schleicht herein;
Eine schwere Eisenstange
Trägt der Meister leicht herein.
Es ist gezwungener, scheint mir aber um vieles vornehmer
als die vorige Fassungdie Fassung der Korrekturfahne von „Der Dampfhammer“, in welcher der vierte Vers der vierten Strophe lautet: „Schleift der Meister mit herein.“ [Wedekind an Karl Kraus, 26.6.1907].. Verzeihen Sie die Belästigung. Sie werden meine
Unermüdlichkeit komisch findenKarl Kraus merkte hier im Erstdruck an: „Schon damals war niemand im deutschen Sprachbereich weniger geneigt und geeignet, solche Unermüdlichkeit komisch zu finden.“ [Kraus 1920, S. 133].
Herzliche Grüße
Ihr
FrWedekindim Erstdruck: Fr. Wedekind. Es folgt der sich auf den letzten Vers von „Der Dampfhammer“ in der Korrekturfahne beziehende Zusatz [vgl. Wedekind an Karl Kraus, 27.6.1907]: „Beste Grüße und Dank für freundliche Zeilen. Ein Schweinehund scheint mir aufrichtiger, ehrlicher.“.