Burgdorf. 21. Nov.
1888.
Lieber
Bebi!
Deinen
Bericht vom 17.nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Frank Wedekind an Donald Wedekind, 17.11.1888. habe ich erhalten und mit dem grössten Vergnügen gelesen. Es
sollte mich ungemein freuen, wenn du es irgendwo unterbringen könntest, geht es
aber nicht, so brauchst du dir deswegen keine Sorgen zu machen, | dass ob
mich das auf eine Weise entmutige, denn als ich dir das Ding schickteDonald Wedekinds Text, den er seinem Bruder zur Korrektur gesandt hatte [vgl. Donald Wedekind an Frank Wedekind, 14.11.1888], ist nicht überliefert. Wie die weitere Korrespondenz nahelegt, handelte es sich um das Manuskript der Erzählung „Der Gang nach der Teufelsbrücke“ (1889)., wagte ich
gar nicht dem/n/ Gedanken an einSchreibversehen, statt: eine. Druckfähigkeit der Skizze zu haben,
bringst du es irgendwo an so ist es mir eine an sehr, sehr angenehme
Überraschung, aber nicht weniger die Erfüllung meiner Erwartungen. Ich bin |
dir natürlich sehr zu Dank verpflichtet, dass du dir die Mühe nimmst und mein Manuscript
corrigirst. Das allein schon nehme ich als vollen Beweis für das
Nichtvorhandensein einer allzu schwachen Sache an, denn es ist i unmöglich, dass du deine Zeit
einem unnützen Werke opferst. | Muss ich beim Abschreiben auch noch eine Seite
je blank lassen? Du könntest mir gelegentlich etwas schreiben in Beziehung auf
VormundschaftDonald Wedekind benötigte bis zu seiner Volljährigkeit mit dem vollendeten 20. Lebensjahr einen männlichen Vormund. und AnderesBezug unklar., es würde mich sehr interessiren!
Indem
ich durchaus keine Antwort erwarte, denn ich weiss dass du jetzt viel zu tun
hast verbleibe ich dein treuer Bruder
D Wedekind.