Anknüpfend an Ihre NotizDie „B.Z. am Mittag“ dürfte eine Notiz veröffentlicht haben, wie sie auch in anderen Berliner Zeitungen nachzulesen war: „Die Berliner Literarische Gesellschaft Akademische Bühne wird [...] in dieser Saison noch folgende Werke zur Aufführung bringen: [...] ‚Die Zensur‘ und ‚Tod und Teufel‘ von Frank Wedekind. Wedekind wird selbst die Hauptrollen in seinen beiden Werken darstellen.“ [Berliner Tageblatt, Jg. 39, Nr. 133, 14.3.1910, Abend-Ausgabe, S. (2)]. über die Aufführung meiner beiden EinakterWedekind hatte der Akademischen Bühne Berlin im Sommer 1909 „Totentanz“ und „Die Zensur“ zur Aufführung vorgeschlagen [vgl. Wedekind an Akademische Bühne Berlin, Fritz Schaie, 30.8.1909]. Die Aufführung der beiden Stücke wurde nicht realisiert. „Zensur“ und „Totentanz“ (Tod und Teufel) erlaube ich mir Ihnen mitzuteilen, daß die literarische Gesellschaft „Akademische Bühne“ über eine derartige Aufführung zwar mit mir verhandelt hat, daß diese Verhandlungen aber noch zu keinerlei Ergebnis geführt haben. Wenn die „Akademische Bühne“, ohne im Geringsten dazu berechtigt zu sein, meine Mitwirkung bei den Aufführungen öffentlich angekündigt, so kann ich darin nur eine geschäftliche Unanständigkeit erblicken.
Mit dem Ausdruck vorzüglichster Hochschätzung Frank Wedekind.
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Der 18.3.1910 ist als Ankerdatum gesetzt – das späteste mögliche Schreibdatum, einen Tag für den Postweg von München nach Berlin gerechnet, wo der Brief am 19.3.1910 in der „B.Z. am Mittag“ gedruckt wurde.
München18. März 1910 (Freitag) Ermittelt (unsicher)
MünchenDatum unbekannt
BerlinDatum unbekannt
Es gibt keine Informationen zum Standort.
Frank Wedekind an (Zeitung) B.Z. am Mittag, 18.3.1910. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (23.01.2026).
Ariane Martin