[1. Hinweis und Zitat in Otto von Grotes Brief
an Michael Georg Conrad vom 6.5.1897 aus Wannsee (Mü, MGC
B 265):]
Hr. Wedekind, der im vorigen Jahr für mein
Geschenk von 600 Mk.zwei Geldsendungen mit einer Gesamtsumme von 600 Mark im Zusammenhang mit einer Auftragsarbeit Wedekinds für den Baron [vgl. Wedekind an Otto von Grote, 8.8.1896]. nicht einmal „danke“ sagte, schickte mir einen
geradezu unglaublichen Bettelbrief (ohne Resultat). „Zwar habe er sich geistig
wie körperlich prostituirt; aber an der Entwicklung seines Genius hinge das Wohl von einem Dutzend von Dichtern, Componisten
u.s.w.; welche mit ihm steigen oder fallen würden.“
[2. Hinweis und Referat in Otto von Grotes Brief
an Michael Georg Conrad vom 30.12.1898 aus Wannsee (Mü, MGC B 265):]
Pan theilte mit, daß „WehkindVerballhornung des Namens, statt: Wedekind.“
(das Kind schuldet mir 600 Mk.) auch in Paris gestrandet ist. Als die beiden Pump-Brüder W. u. Scharf noch ihr Compagnie-Geschäftihre freundschaftliche Solidarität.
führten (noch 1897), schrieb einmal das eine mal Wehkind, daß das lyrische Genie Sch. sich gerade im letzten Stadium des Hungertodes befände; dabei/s/ andere mal
wieder Scharf,
daß der Epiker und Pathiker„ein Lustknabe, der sich zu widernatürlicher Unzucht mißbrauchen läßt“ [Johann Christian August Heyse: Allgemeines verdeutschendes und erklärendes Fremdwörterbuch. 17. Aufl. Hannover, Leipzig 1896, S. 616]. W.kind aus den letzten Löchern hungerte.