[Hinweis und Zitat in Kutscher 1, S. 186:]
Die Mutter schreibt: „Alles Schöne vergeht, ja es vergeht Deiner Theorie von der Ironie des SchicksalsArtur Kutscher stellte das Zitat aus dem Brief der Mutter in den Kontext von Wedekinds Aufsatz „Der Witz und seine Sippe“ [vgl. Kutscher 1, S. 186]; darin heißt es: „Das klassische Alterthum hielt das Schicksal für neidisch. Seitdem wir aber zu der Einsicht gekommen, wie wenig beneidenswerthes unser Erdenwallen mit sich bringt, schreiben wir sein unzeitiges, zweckwidriges Einschreiten einem gewissen Hange zur Ironie zu. Es gibt wenig Menschen mehr, die an diese Ironie des Schicksals nicht mindestens so fest glauben, wie an Gott und den Teufel. […] als ob das Schicksal einen prinzipiellen Haß gegen alles menschlich Schöne hegte.“ [KSA 5/II, S. 84] gemäß viel schneller als das Häßliche.“
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Der 8.5.1887 ist als Ankerdatum gesetzt – das früheste mögliche Schreibdatum für eine Antwort auf Wedekinds zuletzt geäußerte Bitte um eine Rückmeldung zu seinem jüngst erschienenen Essay „Der Witz und seine Sippe“ [vgl. Frank Wedekind an Emilie Wedekind, 7.5.1887], in dessen Kontext Kutscher das Briefzitat rückte.
Lenzburg8. Mai 1887 (Sonntag) Ermittelt (unsicher)
LenzburgDatum unbekannt
ZürichDatum unbekannt
(Band 1)
Es gibt keine Informationen zum Standort.
Emilie Wedekind an Frank Wedekind, 8.5.1887. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (20.01.2026).
Tilman Fischer