Herr Sekretär Goldammervermutlich Eduard Goldammer, Intendanz-Sekretär und Hauspolizei-Inspektor am Königlichen Schauspielhaus (Schillerplatz) in Berlin [vgl. Neuer Theater-Almanach 1907, S. 284 und Berliner Adreßbuch 1906, Teil I, S. 625]. .
Marienstraße 23die erste gemeinsame Adresse (2. Stock) von Frank und Tilly Wedekind nach der Heirat am 1.5.1906; der Umzug in die Kurfürstenstraße 125, 3. Stock, erfolgte am 31.8.1906 [vgl. Tb]..
SherSchreibversehen, statt: Sehr. geehrter Herr!
ich bestätige Ihnen hiemit den Inhalt unserer meiner heutigen übereinkunft Zusicherung. Wenn die von mir
bei Herrn JoachimsthalDer Pferdehändler Gustav Joachimsthal war Wedekinds Vermieter in der Marienstraße 23 [vgl. Berliner Adreßbuch 1906, Teil III, S. 495]. Offenbar hatte Wedekind mit ihm einen Mietvertrag bis zum Frühjahr 1907 abgeschlossen und Eduard Goldammer gebeten, für ihn einen Nachmieter zu suchen, der die Wohnung früher übernehmen konnte. Bereits am 12.6.1906 ließ Wedekind von einer Spedition Möbel aus der Wohnung holen [vgl. Tb] und schickte seinem Vermieter zwei Tage später vermutlich die Kündigung der Wohnung [vgl. Wedekind an Gustav Joachimsthal, 14.6.1906]. gemietete Wohnung bis ab 1. November 1906 vermietet
ist, bin ich bereit Ihnen eine Entschädigung für Ihre Bemühungen von M. 100 (einhundert Mark) zu
zahlen. Wenn die Wohnung bis a1 ab
1. December vermietet ist verpflichte ich mich zu einer Entschädigung von M. 80. Ebenso wenn sie ab 1.
Januar vermietet ist zu einer Entschädigung von M. 60. Wenn sie ab 1. Februar
vermietet ist zu einer solchen von M. 40. und | N. D. J. F. +nnicht dechiffrierte Abkürzung am Kopf der Seite, wohl nicht zum Briefentwurf gehörig.
im gleichen Fall für den ersten März zu M 20. Das alles unter der v/V/oraussetzung
das Herr Joachimsthal vom Datum der Vermietung an mein Mietskontrakt
auch vollkommen abgelöst ist.
in aller Hochschätzung
F. W.
Kurfürstenstraße 125.