[Hinweis in Wedekinds Notizbuch (Nb 3, Umschlag hinten):]
5. August Laura Marholmdie Schriftstellerin und Frauenrechtlerin, Literatur- und Theaterkritikerin Laura Marholm – das ist Laura Hansson (geb. Mohr), die unter diesem Pseudonym bekannt war (weiteres Pseudonym: Leonhard Marholm) – in Berlin-Friedrichshagen [vgl. Deutscher Litteratur-Kalender auf das Jahr 1895, Teil II, Sp. 459, 787], seit 1889 mit dem schwedischen Schriftsteller Ole Hansson verheiratet. Sie verkehrte im „Friedrichshagener Dichterkreis“ [KSA 5/III, S. 642] und war zugleich eine Kritikerin des Naturalismus, wie ein Aufsatz von ihr in der von Helene Lange herausgegebenen Zeitschrift „Die Frau“ dokumentiert: „Der Naturalismus, wie er aus einem kleinen Mißverständnis zur Devise geworden ist – das ist der Spießbürgergesichtspunkt in der Litteratur. In dem deutschen Naturalismus speziell ist der Kleine-Leute-Geist litteraturfähig geworden.“ [Laura Marholm: Wir Frauen und unsere Dichter. In: Die Frau. Monatsschrift für das gesamte Frauenleben unserer Zeit, Jg. 1, Heft 3, Dezember 1893, S. 163-170, hier S. 169] Wedekind hat ihren Namen am 4.8.1897 in Berlin in den Notizen [Nb 5, Blatt 7r] zu seinem Projekt „Parthenon. Compendium Universalhandbuch der Frauenkunde“ unter den Schriftstellerinnen notiert [vgl. KSA 5/II, S. 150]..
Bestehend aus 0 Blatt, davon 0 Seiten beschrieben
Der 5.8.1894 ist als Ankerdatum gesetzt – das Schreibdatum des nicht überlieferten Briefs (ein Brief ist durch die Datumsnotiz in Verbindung mit dem Namen zu vermuten), zu dem Tag und Monat („5. August“) notiert sind und das Jahr sicher erschlossen ist (das am 28.6.1894 in Paris begonnenen Notizbuch enthält nur Einträge aus dem Jahr 1894).
Paris5. August 1894 (Sonntag) Ermittelt (sicher)
ParisDatum unbekannt
Friedrichshagen bei BerlinDatum unbekannt
Es gibt keine Informationen zum Standort.
Frank Wedekind an Laura Marholm, 5.8.1894. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (12.03.2026).
Ariane Martin