[Hinweis, Notiz zum Kontext, Referat und Zitat in
Kutscher 1, S. 272-273:]
Im Juni 93 trat er seine zweite
Heimreise an [...] und war natürlich auch im Lenzburger Steinbrüchli bei der
Mutter, die der alten Herwegh für ihre Freundlichkeiten Dank sagen läßtHinweis auf ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Emma Herwegh, 13.6.1893.. Die
Herwegh antwortet darauf: „Zu danken hat sie mir übrigens für garnichts, da mir
die mit ihrem Filius(lat.) Sohn. verlebten Stunden jedenfalls ebenso angenehm gewesen, als
sie es ihm sein konnten.“ Sie
bittet Frank um einen Gefallen. Im Jahre 1849 hat sie bei Levyson in Grünberg
eine BroschüreEmma Herweghs anonym veröffentlichte Broschüre „Zur Geschichte der deutschen demokratischen Legion aus Paris. Von einer Hochverräterin“ (1849) mit einem allerdings mit ihren Namensiglen „E.H.“ gezeichneten Vorwort, seinerzeit verlegt von Dr. phil. Wilhelm Levisohn (Druck und Verlag von W. Levisohn in Grünberg), schlesischer Verleger und 1848/49 Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. erscheinen lassen „Zur Geschichte der deutschen Demokratischen
Legion. Von einer Hochverräterin“. [...] In ihrer Geldnot denkt sie jetzt an
einen Neudruck [...]. Sie nennt ihr Werk ein treues Abbild jener immerhin sehr
interessanten, lebensvollen Zeit, das zwar keinen Anspruch auf Belletristik,
aber auf absolute Wahrheit mache. „Ich bürge für jedes Wort, was darin steht.“
Keine Silbe ist überflüssig, und darum darf selbstverständlich nichts verändert
oder gestrichen werden. Wedekind möge trachten, in der Schweiz dafür einen
Verleger zu finden.