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April 5Die Tatsache, dass im vorliegenden Briefdurchschlag lediglich die Ziffer „5“ für das Jahr 1915 steht, dürfte damit zu erklären sein, dass der originale Briefbogen einen Briefkopf hatte, auf dem die Ziffern „191“ wohl vorgedruckt waren und die Ziffer „5“ ergänzend eingetragen wurde. Dafür spricht auch der größere Zwischenraum zwischen dem getippten Monatsnamen und der getippten Ziffer..
Herrn Frank
Wedekind,
München
z. Zt. JosefinumWedekind hatte sich, da „sich die Operationswunde von Anfang des Jahres nicht schließt“ [KSA 8, S. 662], vom 14.4.1915 bis 9.6.1915 zu einer erneuten operativen Behandlung in die Privatheilanstalt Josephinum (Schönfeldstraße 16) [vgl. Adreßbuch für München 1915, Teil III, S. III] begeben., Schönfeldstr. 17
Sehr geehrter Herr Wedekind!
Unseren Abmachungen gemäß übersende ich Ihnen in Anlage
einen Scheck über M. 600.‒Ratenzahlung für Wedekinds Autorenhonorar in monatlichen Teilbeträgen von 600 Mark war vereinbart [vgl. Georg Müller an Wedekind, 16.2.1915] und hatte sich im Vormonat schon einmal verzögert [vgl. Georg Müller an Wedekind, 10.3.1915].
als Rate für den Monat April und bitte Sie, mir den Empfang zu bestätigen.
Mit den besten Grüßen
Ihr sehr ergebener
Georg Müller