Sigurd LilloeWedekind hat unter seinen Bekannten (darunter zahlreiche Maler) in der Akademiestraße 21 (3. Stock) im Sommer 1890 „Sigurd Lilloe, Norweger, Maler in der Naunschule“ [Tb, Übersicht, S. 54] notiert (mit der Naunschule dürfte die Schule des ehemaligen Münchner Malers Paul Nauen gemeint sein, der inzwischen in Düsseldorf lebte). Er dürfte dann 1892 in Paris wieder Kontakt mit dem Maler gehabt haben, denn auf einem erhaltenen Losen Blatt (Papiersorte auf 1892 zu datieren) hat Wedekind unter „Sigurt Lilloe“ die Adresse „6, rue de la Sorbonne. 6. Paris“ [Nb 67] notiert. cand. jur.candidatus juris (lat.) Kandidat der Jurisprudenz. Im norwegischen Hochschulwesen entsprach dieser Grad einem abgeschlossenen Studium der Rechtswissenschaft. Sigurd Lilloe hat sein Examen am 1.6.1889 absolviert [vgl. Det kongelige norske Fredriks universitets aarsberetning for budgetterminen 1888 1889 samt universitetets matrikul for 1889. Christiana 1890, S. 41].
Kristiania.
Bestehend aus 1 Blatt, davon 0 Seiten beschrieben
Der 1.8.1890 ist als Ankerdatum gesetzt – orientiert an der zwischen den Datumseinträgen 9.3.1890 und 26.8.1890 zur Adresse Akademiestraße 21 (3. Stock) notierten Namensliste im Anhang von Wedekinds Münchner Tagebuch, in der sich „Sigurd Lilloe, Norweger, Maler in der Naunschule“ [Tb, Übersicht, S. 54] findet.
München1. August 1890 (Freitag) Ermittelt (unsicher)
MünchenDatum unbekannt
Aargauer Kantonsbibliothek
Aargauerplatz 5001 Aarau Schweiz
Wir danken der Aargauer Kantonsbibliothek für die freundliche Genehmigung der Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Sigurd Lilloe an Frank Wedekind, 1.8.1890. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (15.03.2026).
Cordula Greinert
Ariane Martin