Germania
Herrn
Schriftsteller
Frank Wedekind
Prinzregentenstr 51Schreibversehen (oder Irrtum in der Hausnummer), statt: 50.
München
Verehrter Herr Wedekind,
Allerherzlichsten DankHinweis auf eine nicht überlieferte Sendung der „Franziska“-Ausgabe von 1913 [vgl. KSA 7/II, S. 995] mit Begleitbrief oder Widmung; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Hans Barth, 6.8.1913. für Ihre schöne Franziska,
die ich ohne abzusetzen verschlungen habe. Jetzt kommt sie zum zweiten MaleKarl Barth, Korrespondent des „Berliner Tageblatt“ in Rom, dürfte die Erstausgabe von „Franziska. Ein modernes Mysterium in fünf Akten“ (1912) besessen haben. zur
Lektüre. Ich singe Ihnen hier keinen Hymnus darüber, er klänge wie Schmeichelei. Im Sept. hoffe ich
Sie also in M. zu sehenKarl Barth, den Wedekind während seines Aufenthalts in Rom vom 20.6.1913 bis 11.7.1913 öfters sah [vgl. Tb], hatte vor, im Spätsommer nach München zu kommen [vgl. Frank Wedekind an Tilly Wedekind, 24.6.1913]. u. über Erdgeist (legen Sie Müllers EinwilligungKarl Barth hatte vor, die „Erdgeist“-Tragödie in das Italienische zu übersetzen [vgl. Frank Wedekind an Tilly Wedekind, 26.6.1913], wozu die Einwilligung von Wedekinds Verleger Georg Müller in München erwünscht war.)
noch länger mit Ihnen zu verhandeln so hoffe ich sehr aufrichtig
HBarth |
CAMPAGNA
ROMANA.
VIA
APPIA ANTICA.