Innigst geliebte Tilly!
Herzlichsten Dank. Mir geht es recht gut. Allerdings halte ich es für besser daß Du jetzt nicht zu mir kommstDas Fieber der Anfang Dezember 1914 an Grippe erkrankten Tilly Wedekind war gesunken und sie hat ihrem Mann mitgeteilt: „Ich möchte schon so gern zu Dir“ [Tilly Wedekind an Frank Wedekind, 5.12.1914]., sonderSchreibversehen, statt: sondern. lieber | noch zu Bett bleibst, weil ich vollkommen wehrlosWedekinds Abwehrkräfte waren geschwächt; er war dann vom 6. bis 11.12.1914 schlicht „krank“ [Tb], wie er über diesen Zeitraum notierte. bin und sicherlich auch InfluenzaGrippe. bekäme.
Also schlaf gut. Innigst Dein Frank.
Bestehend aus 1 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben
Der 5.12.1914 ist als Ankerdatum gesetzt – orientiert am Inhalt des spät abends geschriebenen Zettels, der unmittelbar auf eine Mitteilung [vgl. Tilly Wedekind an Frank Wedekind, 5.12.1914] antwortet. Wedekind hat im Tagebuch über den Zeitraum vom 6. bis 11.12.1914 „krank“ notiert.
München5. Dezember 1914 (Samstag) Ermittelt (unsicher)
MünchenDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Frank Wedekind an Tilly Wedekind, 5.12.1914. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (20.03.2026).
Ariane Martin