Innigst geliebter Frank, ich danke Dir
sehr für alles! Wie geht es denn Dir? Ich habe kein Fieber, Du hoffentlich auch
nicht! Es ist mir grässlich, dass ich Dir nicht alles bischen angenehmer machen
kann, aber mit dem Schnupfen kann ich doch nicht bei Dir sein. So ist’s am BestenSchreibversehen, statt: besten.
im Bett zu bleiben, um mög|lichst bald wieder gesund zu sein. Es tut mir leid, dass der Auflauf heuteWedekind hat sich als Mittagsmahlzeit für den 6.12.1914 wie angeboten [vgl. Tilly Wedekind an Frank Wedekind, 5.12.1914] Karamell-Auflauf gewünscht [vgl. Frank Wedekind an Tilly Wedekind, 5.12.1914 (zweite Mitteilung)].
nicht so gut war, ich habe gestern die Kochbücher nachgesehen. Sienicht identifiziert; die Köchin oder „Wedekinds Haushälterin.“ [Vinçon 2018, Bd. 2, S. 279] hat ihn das
erste Mal gemacht; nächstes Mal wird er sicher besser.
Schlaf recht gut Geliebter u. sei innigst geküsst von
Deiner Tilly