Sehr geehrter Herr Gutmann!
Mit verbindlichstem Dank für Ihre Aufforderungnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Emil Gutmann an Wedekind, 7.3.1913. – Emil Gutmann vertrat als inzwischen in Berlin tätiger Konzertagent Felix Weingartner mit besonderem Engagement, da die Berliner Generalintendantur dem Wiener Musiker öffentliche Auftritte verweigerte, wie dieser sich erinnerte: „Der Konzertagent Emil Gutmann, ein Sohn des bekannten Wieners Albert Gutmann, war auf die glänzende Idee gekommen, in der weiteren Umgebung Berlins, wo mich der Arm der Generalintendantur nicht erreichen konnte, Konzerte unter meiner Leitung zu veranstalten.“ [Felix Weingartner: Lebenserinnerungen. Bd. 2. Hamburg 2014, S. 226]
die Felix Weingartner FeierDie Feier zum 50. Geburtstag Felix Weingartners am 2.6.1913 wurde von einem aus Freunden und Verehrern des Musikers zusammengesetzten Komitee organisiert. Sie sollte am 26. und 27.5.1913 in Berlin stattfinden, im Marmorfestsaal des Zoologischen Gartens, als geschlossene Gesellschaft vor geladenem Publikum. Der Jubilar sollte an diesen beiden Tagen zwei Konzerte dirigieren. betreffend theile ich Ihnen mit, daß ich mich sehr
freuen werde, mich an der AdresseÜber die Grußadresse berichtete die Presse: „Die Freunde des Dirigenten haben ihm eine künstlerisch ausgestattete Adresse übermittelt, die mehrere hundert Unterschriften aufweist.“ [Felix Weingartners 50. Geburtstag. In: Berliner Tageblatt, Jg. 42, Nr. 273, 2.6.1913, Montags-Ausgabe, S. (2); vgl. Felix Weingartners 50. Geburtstag. In: Neues Wiener Journal, Jg. 21, Nr. 7044, 4.6.1913, S. 7] mit meiner Unterschrift zu betheiligen.
Mit besten Grüßen
Ihr ergebener
Frank Wedekind.
8.3.13.