[Hinweis von Karl
Kraus (Kraus 1920, S. 101):]
Die Beziehung zu Frank Wedekind reicht
bis in das Jahr 1892, wo er für eine damals geplante Satiren-AnthologieDie von Karl Kraus und „seinem Schulfreund Anton Lindner“ [Nottscheid 2008, S. 224] geplante Anthologie kam nicht zustande. Sie war mit einem Aufruf zur Einsendung von Beiträgen in der Zeitschrift „Die Gesellschaft“ (Leipzig) angekündigt: „Und so treten wir zwei mit der Idee vor die Öffentlichkeit, durch eine Anthologie unser Scherflein zur Verbreitung moderner Litteraturbestrebungen beizutragen. [...] wir wollen eine Anthologie von Satiren veranstalten. [...] Wir glauben, daß es eine ganze Reihe wirklicher Satiriker giebt, die nur leider nicht bekannt werden, weil sie den Fehler haben, jung zu sein und zu den berüchtigten ‚Jüngsten‘ zu gehören, die der Philister nicht kennen will, weil sie zumeist ihre Begabung dazu benutzen, den Philister zu geißeln: Detlev von Liliencron, Otto Erich Hartleben, Hans Merian, Otto Ernst, Frank Wedekind und viele andere. [...] Ungedruckte wie veröffentlichte Arbeiten sende man an Karl Kraus, Wien I, Maximilianstraße 13 I, oder an Anton Lindner, Wien I, Habsburgergasse 1 II.“ [Eine Satireanthologie. In: Die Gesellschaft, Jg. 9, Heft 1, Januar 1893, S. 136] das
Manuskript „Die Hunde“ sandte.